Normen zu Untergrund und Untergrundprüfung
Kein Bodenbelag ist besser als sein Untergrund. Vor jeder Verlegung stehen deshalb genormte Prüfungen: Ebenheit, Restfeuchte und Belegreife, Festigkeit, Risse und Sauberkeit. Die Prüf- und Warnpflicht des Bodenlegers ist fester Bestandteil der Werkvertragsnormen.
Diese Übersicht bündelt alle Normen rund um Untergrund, Untergrundvorbereitung und Belegreifheitsprüfung – jeweils mit Status-Ampel und praxisnaher Zusammenfassung. Aktuell umfasst dieses Thema 60 Normen.
DIN 18353
VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Estricharbeiten
Legt die allgemeinen Vertragsbedingungen (ATV) für Estricharbeiten nach VOB/C fest, einschließlich Baustoffe, Ausführung, Haupt- und Nebenleistungen sowie Abrechnung. Aktuelle Fassung: DIN 18353:2023-09.
DIN 18356
VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Parkett- und Holzpflasterarbeiten
Regelt die vertraglichen Anforderungen an Parkett- und Holzpflasterarbeiten nach VOB/C.
DIN 18365
VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Bodenbelagarbeiten
Regelt die vertraglichen und technischen Anforderungen für Bodenbelagarbeiten nach VOB/C in Deutschland.
DIN 18367
VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Holzpflasterarbeiten
Zurückgezogen: Holzpflasterarbeiten wurden mit der VOB 2019 in die DIN 18356 (Parkett- und Holzpflasterarbeiten) überführt. DIN 18367 wird nicht mehr eigenständig geführt.
DIN 18534
Abdichtung von Innenräumen
Regelt Planung, Ausführung und Instandhaltung von Abdichtungen in Innenräumen mit wasserbeanspruchten Böden und Wänden (max. Anstauhöhe 10 cm), z. B. in Bädern, Duschanlagen, gewerblichen Küchen und ähnlichen Nassräumen.
DIN 18535
Abdichtung von Behältern und Becken
DIN 18535 regelt Planung und Ausführung von Abdichtungen für Behälter und Becken (z. B. Schwimmbecken, Wasserspeicher) gegen drückendes Wasser von innen.
DIN 18560-1
Estriche im Bauwesen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen, Prüfung und Ausführung
DIN 18560-1 (Ausgabe 2021-02) ist die Grundlagennorm aller Estrichkonstruktionen im Bauwesen: Begriffe, Klassifizierungen, Prüfverfahren und allgemeine Ausführungsregeln für alle Estricharten.
DIN 18560-2
Estriche im Bauwesen – Teil 2: Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche)
DIN 18560-2 regelt Anforderungen an schwimmende Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten: Mindestdicken, Festigkeitsklassen und Ausführungsdetails.
DIN 18560-3
Estriche im Bauwesen – Teil 3: Verbundestriche
Regelt Anforderungen an Estriche, die kraftschlüssig im Verbund mit dem tragenden Untergrund hergestellt werden – hinsichtlich Dicke, Festigkeitsklassen, Untergrundeignung und Ausführung.
DIN 18560-4
Estriche im Bauwesen – Teil 4: Estriche auf Trennschicht
DIN 18560-4 regelt Planung und Ausführung von Estrichen auf Trennschicht – hinsichtlich Mindestdicken, Festigkeitsklassen und Ausführungsdetails.
DIN 18560-7
Estriche im Bauwesen – Teil 7: Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche)
DIN 18560-7 regelt Anforderungen an hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche) hinsichtlich Planung, Ausführung und Prüfung.
DIN EN 435
Elastische Bodenbeläge – Bestimmung der Biegsamkeit
Zurückgezogene Prüfnorm für die Biegsamkeit elastischer Bodenbeläge wie PVC, Kautschuk und Linoleum; abgelöst durch EN ISO 24344.
DIN V 18032-2
Sporthallen – Hallen für Turnen, Spiele und Mehrzwecknutzung – Teil 2: Sportböden; Anforderungen, Prüfungen
DIN V 18032-2 legt sportfunktionelle Anforderungen und Prüfverfahren für Sportböden in Sporthallen fest: Kraftabbau, Verformung, Ballreflexion und Gleitverhalten.
DIN VDE 0100-410
Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-41: Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag
Regelt Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag in Niederspannungsanlagen – relevant für ableitfähige und isolierende Bodenbeläge in ESD-Bereichen sowie für elektrisch beheizte Fußböden.
EN 1081
Elastische, Laminat- und modulare mehrschichtige Bodenbeläge – Bestimmung des elektrischen Widerstandes
EN 1081 legt Prüfverfahren zur Bestimmung des elektrischen Widerstandes elastischer, Laminat- und modularer mehrschichtiger Bodenbeläge fest – Grundlage für ESD- und ATEX-Bereiche.
EN 12104
Elastische Bodenbeläge – Presskorkplatten – Spezifikation
EN 12104 legt Anforderungen an Korkplatten-Bodenbeläge aus Presskork fest – mit oder ohne dekorativer Deckschicht, mit oder ohne Einfärbung – für den Einsatz in Innenräumen.
EN 12466
Elastische Bodenbeläge – Begriffe
EN 12466 legt die Fachterminologie für elastische Bodenbeläge fest – Grundlage für Normen zu PVC, Linoleum und Kautschuk.
EN 12524
Baustoffe und -produkte – Wärme- und feuchteschutztechnische Eigenschaften – Tabellierte Bemessungswerte
EN 12524 lieferte tabellierte Bemessungswerte für Wärmeleitfähigkeit, Wasserdampf-Diffusion und spezifische Wärmekapazität von Baustoffen und Bauprodukten.
EN 1264-1
Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung – Teil 1: Definitionen und Symbole
Definiert Systemtypen, Begriffe und Formelzeichen für wassergeführte Flächenheizungen und -kühlsysteme – Grundlage der gesamten EN 1264-Normenreihe.
EN 1264-4
Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung – Teil 4: Installation
Regelt die Installation wasserführender Fußbodenheizungen/-kühlungen: Dämmschicht, Rohrverlegung, Estrichaufbau und Aufheizprotokoll.
EN 12825
Doppelböden
Legt Eigenschaften, Leistungsklassen und Prüfverfahren für Doppelbodensysteme (Hohlraumböden auf Stützen) für den Gebäude-Innenausbau fest.
EN 13318
Estrichmörtel und Estriche – Begriffe
EN 13318 legt einheitliche Begriffe für Estrichmörtel und Estriche fest – terminologische Grundlage aller europäischen Estrichnormen. Ausgabe 2026.
EN 13329
Laminatböden – Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren
Europäische Produktnorm für Laminatböden: definiert Klassifizierung, Anforderungen und Prüfverfahren für alle gängigen Deckschichttypen.
EN 13489
Holzfußböden und Parkett – Mehrschichtparkettelemente
Legt Anforderungen und Prüfverfahren für Mehrschichtparkettelemente mit einer Holzdeckschicht fest.
EN 13813
Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen
Klassifiziert Estrichmörtel und Estrichmassen nach Bindemittelklasse (CT/CA/MA/AS/SR) und Festigkeitsklasse (C/F) für Innestriche.
EN 13892-1
Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen – Teil 1: Probenahme, Herstellung und Lagerung der Prüfkörper
Regelt Probenahme, Herstellung und Lagerung von Prüfkörpern zur Prüfung von Estrichmörteln und Estrichmassen.
EN 13892-2
Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen – Teil 2: Bestimmung der Biegezug- und Druckfestigkeit
Prüfverfahren zur Bestimmung von Biegezug- und Druckfestigkeit an Estrich-Prüfprismen, Grundlage für Festigkeitsklassen C und F nach EN 13813.
EN 13892-3
Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen – Teil 3: Bestimmung des Verschleißwiderstandes nach Böhme
Regelt die Prüfmethode zur Bestimmung des Verschleißwiderstands von Estrichmörteln nach dem Böhme-Schleifverfahren.
EN 13892-6
Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen – Teil 6: Bestimmung der Oberflächenhärte
Legt das Prüfverfahren zur Bestimmung der Oberflächenhärte von Estrichmörteln fest. Prüfprinzip: statisches Kugeldruckverfahren; Ergebnis in N/mm².
EN 13892-8
Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen – Teil 8: Bestimmung der Haftzugfestigkeit
Normiert das Prüfverfahren zur Bestimmung der Haftzugfestigkeit für Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Magnesiaestrich und Kunstharzestrich.
EN 14085
Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Fußbodenpaneele für lose Verlegung
EN 14085 legte Maß-, Form- und Leistungsanforderungen an elastische Bodenbelagsplatten zur losen Verlegung fest und wurde durch EN ISO 20326 abgelöst.
EN 14293
Klebstoffe — Klebstoffe für das Kleben von Parkett auf einen Untergrund — Prüfverfahren und Mindestanforderungen
Zurückgezogene Prüf- und Anforderungsnorm für Parkettklebstoffe; seit 2020 ersetzt durch EN ISO 17178.
EN 14836
Sportflächen — Synthetische Sportflächen für den Außenbereich — Prüfverfahren für künstliche Bewitterung
Prüfverfahren für künstliche Bewitterung synthetischer Außensportbeläge — bewertet Farb- und Eigenschaftsänderungen nach UV- und Feuchtebeanspruchung.
EN 14904
Sportböden – Sportböden für Hallen und Räume mehrfunktionaler Sportnutzung und Mehrzwecknutzung – Anforderungen
Legt Anforderungen und Prüfverfahren für Sportböden in Hallen (Indoor) fest, einschließlich Kraftabbau, Reibung und Ballreflexion.
EN 14904:2006
Sportböden – Sportböden für Hallen und Räume mehrfunktionaler Sportnutzung und Mehrzwecknutzung – Anforderungen
Europäische Norm für Mehrzweck-Sporthallenböden: regelt Leistungsanforderungen, Prüfverfahren und Elastizitätstypen für fertig verlegte Sportbodensysteme.
EN 15114
Textile Bodenbeläge – Einstufung textiler Bodenbeläge ohne Pol
Zurückgezogene Norm zur Einstufung textiler Bodenbeläge ohne Pol (z. B. Nadelvlies) in Gebrauchsklassen – ersetzt durch EN 1307:2014.
EN 15330-1
Sportböden – Überwiegend für den Außenbereich hergestellte Kunststoffrasenflächen und Nadelfilze – Teil 1: Festlegungen für Kunststoffrasenflächen für Fußball, Hockey, Rugbytraining, Tennis und multifunktionale Kunststoffrasenflächen
EN 15330-1 legt Anforderungen und Prüfverfahren für Kunstrasensysteme im Außenbereich fest – für Fußball, Hockey, Tennis, Rugby und Multisport.
EN 15330-2
Sportböden – Überwiegend für den Außenbereich hergestellte Kunststoffrasenflächen und Nadelfilze – Teil 2: Festlegungen für Nadelfilze für Tennis und für multifunktionale Beläge
EN 15330-2 legt Leistungs- und Haltbarkeitsanforderungen für Nadelfilz-Sportbeläge im Außenbereich fest – für Tennis- und Multisportflächen.
EN 16776
Elastische Bodenbeläge – Heterogene Polyurethan-Bodenbeläge – Spezifikation
Anforderungen und Prüfverfahren für vorgefertigte heterogene Polyurethan-Bodenbeläge mit duroplastischen Eigenschaften – als Rolle, Diele oder Platte.
EN 1816
Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für homogene und heterogene ebene Elastomer-Bodenbeläge mit Schaumstoffbeschichtung
EN 1816 legt Anforderungen an homogene und heterogene ebene Elastomer-Bodenbeläge mit Schaumstoffrücken fest: Abmessungen, Abrieb und Klassifizierung.
EN 655
Elastische Bodenbeläge – Platten auf einem Rücken aus Presskork mit einer Polyvinylchlorid-Nutzschicht – Spezifikation
Legt Anforderungen an elastische Kork-PVC-Bodenfliesen hinsichtlich Maße, Aussehen und mechanischer Eigenschaften fest.
EN ISO 10595
Elastische Bodenbeläge – Halbflexible PVC-Bodenplatten – Spezifikation
Legt Anforderungen an halbflexible Vinyl-Verbundplatten (VCT) auf PVC-Basis fest: Maße, Biegsamkeit, Resteindruckverhalten und Nutzungsklassifizierung.
EN ISO 12524
Baustoffe und -produkte – Wärme- und feuchteschutztechnische Eigenschaften – Tabellierte Bemessungswerte
Tabellierte Bemessungswerte für wärme- und feuchteschutztechnische Eigenschaften von Baustoffen und Bauprodukten; zurückgezogen, ersetzt durch EN ISO 10456.
EN ISO 24343
Elastische und Laminat-Bodenbeläge – Bestimmung des Eindrucks und des Resteindrucks (Normenreihe EN ISO 24343)
Normenreihe zu Eindruck und Resteindruck elastischer und Laminat-Bodenbeläge (Teil 1: Langzeit-Resteindruck; Teil 2: Kurzzeit-Eindruck).
EN ISO 26986
Elastische Bodenbeläge – Geschäumte Polyvinylchlorid-Bodenbeläge – Spezifikation
Spezifikation für werksseitig hergestellte, geschäumte PVC-Bodenbeläge (Cushion-Vinyl) in Rollen- oder Plattenform. In-situ-Systeme sind ausgeschlossen.
ISO 10595
Elastische Bodenbeläge – Halbflexible PVC-Bodenplatten – Spezifikation
ISO 10595 spezifiziert Anforderungen an halbflexible Vinyl-Verbundplatten (VCT) auf PVC-Basis – Maße, Mechanik und Klassifizierung nach Nutzungsintensität.
ISO 16000
Innenraumluftverunreinigungen – Mehrteilige Normenreihe
Regelt Probenahme und Messung von Schadstoffen in der Innenraumluft, einschließlich flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) aus Bauprodukten.
ÖNORM A 6240-2
Technische Zeichnungen für das Bauwesen – Teil 2: Kennzeichnung, Bemaßung und Darstellung
ÖNORM A 6240-2 regelt Kennzeichnung, Bemaßung und Darstellung technischer Zeichnungen im Hochbau – Grundlage für das korrekte Lesen von Verlegeplänen.
ÖNORM B 1600
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen
ÖNORM B 1600 regelt Planungsgrundlagen für barrierefreies Bauen in Österreich – mit Anforderungen an Bodenbeläge, Schwellen und taktile Leitsysteme.
ÖNORM B 1601
Barrierefreie Gesundheitseinrichtungen, Assistenzwohnen und Arbeitsplätze – Gestaltungsgrundsätze
ÖNORM B 1601 legt Planungsgrundsätze für barrierefreie Gesundheitseinrichtungen und Arbeitsstätten fest – mit Anforderungen an Bodenbeläge.
ÖNORM B 1602
Barrierefreie Bildungseinrichtungen – Planungsgrundlagen
ÖNORM B 1602 legt Planungsgrundlagen für barrierefreie Bildungseinrichtungen fest – Rutschhemmung, taktile Leitsysteme und Schwellenfreiheit.
ÖNORM B 2207
Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten – Werkvertragsnorm
ÖNORM B 2207 regelt Verfahrens- und Vertragsbestimmungen für die Ausführung von Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten in Österreich.
ÖNORM B 2232
Estricharbeiten – Werkvertragsnorm
Werkvertragsnorm für Estricharbeiten in Österreich: regelt Leistungsumfang, Ausführung, Abrechnung und Gewährleistung in geschlossenen Räumen.
ÖNORM B 2233
Hafnerarbeiten – Installation und Errichtung von häuslichen Feuerstätten – Werkvertragsnorm
Werkvertragsnorm für Hafnerarbeiten: regelt Leistungsumfang, Abrechnung und Gewährleistung beim Aufstellen von Kachelöfen und häuslichen Feuerstätten.
ÖNORM B 2236
Bodenbeläge und Holzfußböden – Werkvertragsnorm
Werkvertragsnorm für Bodenbeläge und Holzfußböden in Österreich. Regelt Leistungsumfang, Abrechnung, Prüf- und Warnpflichten sowie Gewährleistung.
ÖNORM B 2242-1
Herstellung von Warmwasser-Fußbodenheizungen – Werkvertragsnorm – Teil 1: Verfahrensbestimmungen
ÖNORM B 2242-1 regelte die Verfahrensbestimmungen für Warmwasser-Fußbodenheizungen als Werkvertragsnorm für Estriche in Wohn- und Aufenthaltsräumen.
ÖNORM B 2242-2
Herstellung von Warmwasser-Fußbodenheizungen – Werkvertragsnorm – Teil 2: Vertragsbestimmungen für das Heizsystem
Zurückgezogene Werkvertragsnorm für Warmwasser-Fußbodenheizungen: Vertragsbestimmungen für die Heizanlage (Ausgabe 2007, zurückgezogen 2017).
ÖNORM B 3806
Anforderungen an das Brandverhalten von Bauprodukten (Baustoffen) für Lüftungsschächte und Lüftungskanäle, Gebäudeabschlussfugen, Doppelböden
ÖNORM B 3806 regelte Brandverhaltensanforderungen für Doppelböden, Lüftungsschächte und Gebäudeabschlussfugen in Österreich.
ÖNORM B 6050
Dämmstoffe für den Wärme- und/oder Schallschutz im Hochbau – Expandierter Polystyrol-Partikelschaumstoff EPS
ÖNORM B 6050 regelte Anforderungen an EPS-Dämmstoffe für den Wärme- und Schallschutz im Hochbau; zurückgezogen, Nachfolge durch ÖNORM B 6000.
ÖNORM B 8115-4
Schallschutz und Raumakustik im Hochbau – Teil 4: Maßnahmen zur Erfüllung der schalltechnischen Anforderungen
Regelt bauliche Maßnahmen zur Erfüllung der schalltechnischen Anforderungen im Hochbau, einschließlich Trittschalldämmung durch Bodenaufbauten.
Die Untergrundprüfung Schritt für Schritt
- Ebenheit mit Richtlatte und Messkeil prüfen (Toleranznormen, z. B. DIN 18202).
- Restfeuchte messen: CM-Messung als anerkanntes Verfahren für die Belegreife.
- Festigkeit und Oberfläche beurteilen: Ritzprüfung, lose Schichten, Sinterhaut.
- Risse, Fugen und Höhenversätze erfassen und ihre Behandlung festlegen.
- Raumklima und Sauberkeit kontrollieren, Ergebnisse schriftlich dokumentieren.
Belegreife – der häufigste Streitpunkt
Belegreif ist ein Estrich erst, wenn seine Restfeuchte die zulässigen Werte erreicht hat. Übliche Grenzwerte der CM-Messung: Zementestrich ≤ 2,0 CM-% (beheizt ≤ 1,8), Calciumsulfatestrich ≤ 0,5 CM-% (beheizt ≤ 0,3) – verbindlich ist das jeweils vereinbarte Regelwerk. Bei Fußbodenheizung gehört zusätzlich ein dokumentiertes Aufheizprotokoll dazu.
Wird zu früh belegt, drohen Blasen, Ablösungen und Schimmel – Schäden, die fast immer auf den Verleger zurückfallen, wenn Messung oder Bedenkenanmeldung fehlen.
Häufige Fragen zu Untergrund
Wann ist ein Estrich belegreif?
Wenn die gemessene Restfeuchte die für Estrichart und Belag zulässigen Grenzwerte erreicht hat. Entscheidend ist die Messung (CM-Verfahren), nicht die verstrichene Trocknungszeit – bei beheizten Estrichen zusätzlich das Aufheizprotokoll.
Wer haftet bei Schäden aus dem Untergrund?
Grundsätzlich der Ersteller des Untergrunds – der Bodenleger haftet aber mit, wenn er seine Prüf- und Warnpflicht verletzt hat. Dokumentierte Messungen und eine schriftliche Bedenkenanmeldung sind daher der beste Schutz.
Wie wird die Ebenheit geprüft?
Mit Richtlatte und Messkeil gegen die Grenzwerte der Toleranznormen. Ob eine Abweichung zulässig ist, hängt vom Messpunktabstand ab – deshalb immer mehrere Stellen messen und dokumentieren.