Was DIN 18535 regelt
DIN 18535 gilt für die Planung, Wahl und Ausführung der Abdichtung von Behältern und Becken aus massiven Baustoffen, zum Beispiel Stahlbeton oder Mauerwerk, gegen Füllwasser, das von der Innenseite einwirkt. Gemeint sind etwa Trinkwasserbehälter, Wasserspeicherbecken, Schwimmbecken und Regenrückhaltebecken samt Zu- und Ablaufbauwerken. Die Behälter können innen liegen, frei stehen oder im Erdreich eingebaut sein. Für Trinkwasserbehälter gelten zusätzlich DIN EN 1508 und die DVGW-Arbeitsblätter W 300.
Nicht erfasst
- Bodenfeuchte oder Wasser, das von außen auf den Behälter wirkt (dafür DIN 18533)
- Abdichtungen gegen wassergefährdende Flüssigkeiten nach Wasserhaushaltsgesetz
- nachträgliche Abdichtungen in Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege, außer mit Verfahren dieser Norm
- wasserundurchlässige Bauteile, zum Beispiel nach DAfStb-Richtlinie
Aufbau
Teil 1 enthält Anforderungen sowie Planungs- und Ausführungsgrundsätze, Teil 2 regelt bahnenförmige und Teil 3 flüssig zu verarbeitende Abdichtungsstoffe. Alle Teile haben die Ausgabe 2017-07, zu Teil 2 gibt es die Änderung A1:2019-09. Die Reihe entstand, als die Abdichtungsregeln der DIN 18195 auf DIN 18531 bis DIN 18535 aufgeteilt wurden.
Bezug zum Bodenbelag
Für Bodenleger ist die Norm meist nur am Rand wichtig, etwa bei Schwimmbädern. Umgänge um Becken in Hallenbädern fallen unter DIN 18534, Wassereinwirkungsklasse W3-I.