Was EN 14904 regelt
EN 14904 legt Anforderungen an die Oberflächen von Mehrzweck-Sporthallen fest. Eingeschlossen sind Bodensysteme mit Unterkonstruktion und Oberbelag, die vor Ort gefertigt oder vorgefertigt sind. Für Tennishallen gilt die Norm nicht. Gültig ist EN 14904:2006, in Österreich ÖNORM EN 14904:2006-07-01, in Deutschland DIN EN 14904:2006-06.
Die wichtigsten Anforderungen
| Eigenschaft | Prüfnorm | Anforderung |
|---|---|---|
| Kraftabbau | EN 14808 | 25 bis 75 % |
| Standardverformung | EN 14809 | unter 5 mm |
| Ballreflexion | EN 12235 | über 90 % |
| Gleitverhalten | EN 13036-4 | 80 bis 110 |
| Rollende Last | EN 1569 | mindestens 1.500 N ohne Schaden |
| Resteindruck | EN 1516 | unter 0,5 mm |
| Schlagfestigkeit | EN 1517 | mindestens 8 Nm |
Dazu kommen unter anderem Verschleiß, Glanzgrad, Brandverhalten, Formaldehyd und PCP-Gehalt. Die Werte folgen der Anforderungsspalte eines öffentlichen Prüfberichts nach EN 14904.
Elastizitätsarten
Die Einteilung in punktelastische, flächenelastische, kombiniertelastische und mischelastische Böden steht nur informativ in einem Anhang. Punktelastische Böden geben kleinflächig nach, flächenelastische verteilen die Last auf eine größere Fläche, mischelastische liegen dazwischen, kombiniertelastische verbinden eine schwingende Unterkonstruktion mit einem punktelastischen Belag. Prüfberichte geben den Typ mit Kürzeln an, etwa „Typ 3M“ für einen mischelastischen Boden; die englische ESFA-Leitlinie für Schulbauten nennt die flächenelastischen Kategorien A3 und A4 aus EN 14904.
Praxishinweis
Die Werte gelten für den geprüften Gesamtaufbau. Ein anderer Oberbelag auf einer geprüften Unterkonstruktion kann das Verhalten ändern. In Deutschland gibt es zudem die Vornorm DIN V 18032-2; in Österreich regelt ÖNORM B 2608 die Planung von Sporthallen.