Was EN 14836 regelt
EN 14836 beschreibt ein Laborprüfverfahren, bei dem synthetische Sportbeläge für den Außenbereich einer definierten künstlichen Bewitterung ausgesetzt werden. Ziel ist es, die durch UV-Strahlung, Feuchte und Temperatur verursachten Veränderungen der Materialeigenschaften messbar zu machen. Die Norm gilt für Kunstrasen, Nadelfilzbeläge und vergleichbare synthetische Außensportbeläge, wie sie auf Fußball-, Hockey-, Tennis- oder Leichtathletikanlagen eingesetzt werden.
Im Kern der Prüfung steht die Exposition von Probekörpern im UV-Bewitterungsgerät — wahlweise mit UV-Fluoreszenzlampen oder einer Xenon-Bogenlampe — unter kontrollierten Temperatur- und Feuchtebedingungen. Anschließend werden Farbänderungen, Ausbleichungen und Veränderungen mechanischer Kennwerte wie Zugfestigkeit oder Dehnung erfasst und bewertet.
Geltungsbereich und Abgrenzung
Die Prüfmethode ist ausdrücklich auf synthetische Außensportflächen ausgerichtet. Innenbelagstypen wie PVC-Böden, Linoleum oder textile Hallenböden fallen nicht in den Anwendungsbereich der Norm. In Verbindung mit den zugehörigen Produktnormen — etwa EN 15330-1 für Kunstrasen oder EN 14877 für synthetische Außensportflächen allgemein — liefern die Bewitterungsergebnisse belastbare Kennwerte für die Produktzulassung und Qualitätskontrolle.
Praxishinweis
Die Bewitterungsprüfung nach EN 14836 ist ein normativ zitiertes Referenzverfahren in Produktnormen für synthetische Außensportbeläge. Hersteller und Prüfinstitute setzen sie zur Qualifizierung neuer Belagssysteme und zur laufenden Produktkontrolle ein. Die aktuelle Ausgabe der Norm stammt aus dem Jahr 2018 (DIN-Übernahme: 2019-04) und löste die frühere Fassung von 2005 ab.