Was EN 13892-8 regelt
EN 13892-8 legt fest, wie die Haftzugfestigkeit eines Estrichs bestimmt wird: zwischen Estrich und einem Normuntergrund und, bei eingebauten Estrichen, zwischen einem Verbundestrich und seinem Untergrund. Außerdem regelt sie die Bestimmung der Zugfestigkeit an der Oberfläche. Sie gilt für Zement-, Calciumsulfat-, Magnesia- und Kunstharzestrich.
Prüfprinzip
Gemessen wird die Zugkraft, bei der der Verbund oder die Oberfläche abreißt, bezogen auf die Fläche in N/mm². Die Einzelheiten des Verfahrens stehen im Normtext.
Klasse nach EN 13813
Die Haftzugfestigkeit kann als Klasse B nach EN 13813 erklärt werden. Bezeichnungsbeispiele sind EN 13813 CT-C40-F10-B1,5 für einen polymermodifizierten Zementestrichmörtel und EN 13813 SR-B2,0-AR1-IR4 für einen Kunstharzestrichmörtel.
Ausgabe
Gültig ist EN 13892-8:2002, in Deutschland DIN EN 13892-8:2003-02.
Praxishinweis
EN 13892-8 liefert das Prüfverfahren, keine Mindestwerte. Welche Haftzugfestigkeit erreicht werden muss, ergibt sich aus der erklärten Klasse, aus nationalen Ausführungsnormen oder aus dem Vertrag. Auf der Baustelle prüfen Bodenleger die Oberflächenfestigkeit meist mit der Gitterritzprüfung (TKB-Merkblatt 8).