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EN 13892-8 Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen – Teil 8: Bestimmung der Haftzugfestigkeit

Ausgabe: 2002 DACH-Äquivalent: ÖNORM EN 13892-8, DIN EN 13892-8 Zuletzt geprüft: 09.06.2026, 16:08 Uhr Quelle: dinmedia.de, Austrian Standards, Austrian Standards
Das Wichtigste in Kürze

Normiert das Prüfverfahren zur Bestimmung der Haftzugfestigkeit für Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Magnesiaestrich und Kunstharzestrich.

Status: Aktuell gültig Ausgabe: 2002

Was EN 13892-8 regelt

EN 13892-8 beschreibt das genormte Prüfverfahren zur Bestimmung der Haftzugfestigkeit zwischen einem Estrich und einem standardisierten Untergrund. Die Norm gilt für vier Estrichmörtelarten: Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Magnesiaestrich und Kunstharzestrich. Die Probenherstellung und -lagerung erfolgt nach EN 13892-1.

Das Verfahren wird sowohl für Laborprüfungen an hergestellten Probekörpern als auch – in Anlehnung – für Prüfungen an fertigen Estrichen auf der Baustelle angewendet. Normen wie DIN 18560-3 verweisen direkt auf EN 13892-8 als maßgebliche Prüfmethode für Verbundestriche.

Wesentliche Anforderungen

Prüfprinzip

Ein Prüfstempel (Zugkopf) wird auf die Estrichoberfläche geklebt, nachdem der Estrich ringförmig bis auf den Untergrund eingekerbt wurde. Anschließend wird eine senkrechte Zugkraft stoßfrei aufgebracht, bis Versagen eintritt. Die gemessene Bruchlast bezogen auf die Prüffläche ergibt die Haftzugfestigkeit in N/mm² (MPa).

Zentrale Parameter

  • Prüfkopf-Querschnitt: ca. 50 mm (quadratisch oder kreisförmig möglich)
  • Belastungsgeschwindigkeit: gleichmäßig und stoßfrei
  • Probenanzahl: Mindestens 5 Prüfbereiche je Prüffläche
  • Ergebnis: Haftzugfestigkeit in N/mm², ergänzt durch Angabe des Bruchbildes

Bruchbild-Dokumentation

Neben dem Zahlenwert ist die Dokumentation des Bruchbildes entscheidend. Ein Adhäsionsbruch in der Grenzfläche zeigt eine unzureichende Verbindung zum Untergrund an, während ein Kohäsionsbruch im Estrich darauf hinweist, dass die Verbundzone fester ist als das Estrichmaterial selbst. Ein Bruch im Untergrund kann ebenfalls auftreten und ist entsprechend zu protokollieren.

Praxishinweis

Die Haftzugfestigkeit nach EN 13892-8 ist eine der wichtigsten Kenngrößen bei der Beurteilung von Verbundestrichen. Das Bruchbild ist dabei ebenso aussagekräftig wie der Messwert selbst. Die Norm liefert die Prüfmethodik – die konkreten Mindestanforderungen an die Haftzugfestigkeit (z. B. Klasse B 1,0 oder B 1,5 nach EN 13813) sind in den jeweiligen Ausführungsnormen (z. B. DIN 18560-3) oder in der Produktdeklaration des Estrichherstellers festgelegt.

Häufige Fragen zur EN 13892-8

Was regelt die EN 13892-8?

Normiert das Prüfverfahren zur Bestimmung der Haftzugfestigkeit für Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Magnesiaestrich und Kunstharzestrich.

Ist die EN 13892-8 aktuell gültig?

Ja, die EN 13892-8 ist aktuell gültig.

Gibt es ein DACH-Äquivalent zur EN 13892-8?

Das DACH-Äquivalent zur EN 13892-8 ist ÖNORM EN 13892-8, DIN EN 13892-8.

Wann wurde die EN 13892-8 zuletzt geprüft?

Zuletzt geprüft am 25.01.2025.

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Rechtlicher Hinweis: Diese Zusammenfassung dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht den Originalwortlaut der Norm. Maßgeblich für die Bauausführung ist stets das Original. Originalwortlaut erwerben →

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