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ISO 16000 Innenraumluftverunreinigungen – Mehrteilige Normenreihe

DACH-Äquivalent: DIN EN ISO 16000 (DE); ÖNORM EN ISO 16000 (AT) Zuletzt geprüft: 09.06.2026, 16:47 Uhr Quelle: en-standard.eu, en-standard.eu, en-standard.eu, en-standard.eu, en-standard.eu
Das Wichtigste in Kürze

Regelt Probenahme und Messung von Schadstoffen in der Innenraumluft, einschließlich flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) aus Bauprodukten.

Status: Aktuell gültig

Was ISO 16000 regelt

Die mehrteilige Normenreihe legt Verfahren zur Probenahme und analytischen Bestimmung von Schadstoffen in der Innenraumluft fest und umfasst über 40 Teile. Für die Bodenbelagsbranche sind insbesondere die Emissionsprüfungsverfahren mittels Prüfkammer maßgeblich: Teil 9 (Bestimmung der Emission flüchtiger organischer Verbindungen – Prüfkammerverfahren, aktuelle Ausgabe 2024), Teil 6 (VOC-Bestimmung durch aktive Probenahme auf Tenax TA, Ausgabe 2021) und Teil 3 (Formaldehyd und andere Carbonylverbindungen, Ausgabe 2022).

ISO 16000 ist die international anerkannte Prüfgrundlage, auf die europäische Bewertungssysteme wie das AgBB-Schema, EMICODE und der Blaue Engel bei der Beurteilung von Emissionen aus Bauprodukten und Belägen verweisen.

Wesentliche Teile für Bodenbelagsarbeiten

TeilGegenstandPraxisrelevanz
Teil 3Formaldehyd und Carbonyle – aktive ProbenahmePrüfung von Laminat, Holzwerkstoffen, Klebstoffen
Teil 6VOC-Bestimmung – Tenax-TA-Probenahme, GC/MS-AnalyseReferenzverfahren für TVOC-Bewertung aus Belägen
Teil 9Emissionsbestimmung mittels PrüfkammerKernverfahren zur Emissionsmessung von Bodenbelägen, Klebstoffen, Grundierungen
Teil 10Emissionsbestimmung mittels PrüfzelleVereinfachte Variante für Produktscreening
Teil 11Probenahme flüchtiger Verbindungen aus BauproduktenVorgaben zu Probenvorbereitung und Klimatisierung
Teil 28Bestimmung der Geruchsemission aus BauproduktenRelevant für Schulen und Gesundheitseinrichtungen

Zusammenspiel mit europäischen und nationalen Regelungen

  • EN 16516 übernimmt das Prüfkammerverfahren aus den Teilen 9 und 6 als harmonisierte europäische Methode zur CE-Kennzeichnung (Emissionsklassen).
  • Das AgBB-Schema (Deutschland/Österreich) definiert Bewertungskriterien für die nach ISO 16000 ermittelten VOC-Werte (TVOC nach 3 und 28 Tagen, Einzelstoff-NIK-Werte).
  • In Österreich verweisen das Österreichische Umweltzeichen (UZ 56) und die OIB-Richtlinie 3 (Hygiene, Gesundheit) indirekt auf diese Prüfmethoden.

Praxishinweis

Bodenbelagsverleger sind zwar nicht selbst für die Laborprüfung zuständig, tragen aber über die Produktauswahl und die Kombination von Werkstoffen erheblich zur Innenraumluftqualität bei. Jedes Produkt – Belag, Klebstoff, Grundierung, Spachtelmasse – kann einzeln nach ISO 16000 emissionsgeprüft und unauffällig sein; in der Systemkombination entstehen jedoch unerwartete Wechselwirkungsemissionen, die kein Einzelprüfzeugnis abdeckt. Bei kritischen Nutzungen (Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten) ist die Vorlage von Prüfberichten für das Gesamtsystem Stand der Technik.

Häufige Fragen zur ISO 16000

Was regelt die ISO 16000?

Regelt Probenahme und Messung von Schadstoffen in der Innenraumluft, einschließlich flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) aus Bauprodukten.

Ist die ISO 16000 aktuell gültig?

Ja, die ISO 16000 ist aktuell gültig.

Gibt es ein DACH-Äquivalent zur ISO 16000?

Das DACH-Äquivalent zur ISO 16000 ist DIN EN ISO 16000 (DE); ÖNORM EN ISO 16000 (AT).

Wann wurde die ISO 16000 zuletzt geprüft?

Zuletzt geprüft am 20.03.2026.

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Rechtlicher Hinweis: Diese Zusammenfassung dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht den Originalwortlaut der Norm. Maßgeblich für die Bauausführung ist stets das Original. Originalwortlaut erwerben →

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