Was DIN 18560-4 regelt
DIN 18560-4 gilt für Estriche, die durch eine dünne Zwischenlage, die Trennschicht, vom tragenden Untergrund getrennt sind. Solche Estriche machen die Oberfläche des Untergrunds nutzbar: Sie werden direkt genutzt oder erhalten einen Belag. Die Norm gilt zusammen mit DIN EN 13813 und DIN 18560-1, für hochbeanspruchte Estriche auf Trennschicht zusätzlich mit DIN 18560-7.
Ausgabe 2012-06
DIN 18560-4:2012-06 ersetzt die Ausgabe 2004-04. Laut Änderungsvermerk wurden unter anderem die Regeln zu Estrichdicken sowie Festigkeits- und Härteklassen überarbeitet, die Messung des Feuchtegehalts mit dem CM-Gerät aufgenommen, die Dicke einer Trennschicht aus Polyethylenfolie auf 0,15 mm erhöht, Festlegungen zum Oberbelag ergänzt und ein Beispiel für ein CM-Messprotokoll als informativer Anhang beigefügt.
Dicke und Festigkeit
Die Übersicht von Heidelberg Materials (betontechnische-daten.de) nennt für Zement- und Calciumsulfatestriche auf Trennschicht mit Belag mindestens die Festigkeitsklasse F4 und eine Nenndicke von mindestens 35 mm. Ausnahmen:
- Calciumsulfat-Fließestrich: mindestens 30 mm.
- 30 mm sind auch möglich ab einer Biegezugfestigkeitsklasse über F5 (Zementestrich) bzw. über F7 (Calciumsulfatestrich).
- Unter Stein- und keramischen Belägen: mindestens 45 mm, bei Calciumsulfat-Fließestrich 40 mm.
- Ohne Belag verlangt DIN 18560-4 für Calciumsulfatestriche mindestens F5.
Praxishinweis
Estriche auf Trennschicht kommen etwa dort vor, wo keine Dämmung nötig ist, der Estrich aber nicht am Untergrund haften soll. Für die Belegreife zählt vor der Verlegung die CM-Messung, deren Protokoll die Norm seit 2012 beispielhaft zeigt. Schwimmende Estriche regelt DIN 18560-2, Verbundestriche DIN 18560-3.