Was ÖNORM B 2242-1 regelte
ÖNORM B 2242-1 war die grundlegende Werkvertragsnorm für die Herstellung von Warmwasser-Fußbodenheizungen. Sie legte die Verfahrensbestimmungen fest, die bei der Planung und Ausführung von unter oder innerhalb von Estrichen verlegten Heizsystemen einzuhalten waren. Dazu zählten auch die Dämm- und Belagsschichten, die unmittelbar mit dem Heizsystem in Verbindung stehen.
Geltungsbereich
Die Norm galt ausschließlich für Warmwasser-Fußbodenheizungen in Wohn- und Aufenthaltsräumen sowie deren Nebenräumen bei Nutzlasten bis 3 kN/m². Heizsysteme, die oberhalb einer Estrichlage verlegt werden, waren nicht vom Anwendungsbereich erfasst.
Aufbau der B-2242-Reihe
Teil 1 bildete das Gerüst für eine mehrteilige Normenserie. Die weiteren Teile regelten jeweils spezifische Aspekte des Gesamtsystems:
- Teil 2 – Vertragsbestimmungen für das Heizsystem selbst
- Teil 4 – Vertragsbestimmungen für den Estrich
- Teil 5 – Vertragsbestimmungen für keramische Beläge und Natur-/Kunststein
- Teil 6 – Vertragsbestimmungen für textile und elastische Beläge
- Teil 7 – Vertragsbestimmungen für Holzfußböden
Damit deckte die Norm den gesamten Leistungsumfang von der Rohinstallation des Heizrohrsystems bis zum fertigen Bodenbelag vertraglich ab.
Status und Praxishinweis
Die Norm ist zurückgezogen; die letzte Ausgabe datiert vom 1. Mai 2007. Die gesamte B-2242-Reihe wurde vom Austrian Standards Institute zurückgezogen, ohne dass ein direkter Nachfolger im Normenarchiv benannt ist. Für aktuelle Bauvorhaben mit Fußbodenheizung empfiehlt sich eine Rückfrage beim Austrian Standards Institute, da einschlägige technische und vertragliche Anforderungen möglicherweise durch andere Normen (z. B. ÖNORM EN 1264-Reihe für technische Anforderungen) abgedeckt werden.
Historische Norm-Seite bei Austrian Standards (zurückgezogen)