Was DIN 18560-7 regelt
DIN 18560-7 gilt für Estriche, die ohne Belag direkt genutzt und mechanisch beansprucht werden, also klassische Industrieestriche in Hallen, Lagern und Werkstätten. Erfasst sind Gussasphaltestriche, Kunstharzestriche, Magnesiaestriche und zementgebundene Hartstoffestriche. Die Norm gilt zusammen mit DIN EN 13813 und DIN 18560-1.
Abgrenzung
Nicht erfasst sind Estriche, die von Flurförderzeugen mit Stahlrollen befahren werden, deren Pressung über 40 N/mm² liegt. Viele frühere Festlegungen stehen seit der europäischen Produktnorm in DIN EN 13813. DIN 18560-7 enthält deshalb nur noch die übrigen nationalen Regeln.
Ausgabe 2004-04
DIN 18560-7:2004-04 ersetzt die Ausgabe 1992-05. Gestrichen wurde, was in DIN EN 13813 übernommen ist. Die Prüfverfahren wurden an die Reihe DIN EN 13892 angepasst und die Verweise aktualisiert.
Hartstoffestriche
Zementgebundene Hartstoffestriche werden nach der erwarteten Beanspruchung eingestuft. Die Hartstoffschicht ist laut Fachlexikon Bauprofessor je nach Beanspruchung, Festigkeitsklasse und Hartstoff etwa 4 bis 15 mm dick.
Praxishinweis
DIN 18560-7 beschreibt Böden, die selbst die Nutzschicht sind. Soll auf einem solchen Estrich später ein elastischer oder textiler Belag verlegt werden, gelten die üblichen Regeln der Untergrundprüfung, in Österreich nach ÖNORM B 5236. Dichte, verschleißfeste Oberflächen können dann eine mechanische Vorbereitung erfordern.