Was EN 14041 regelt
EN 14041 legt die wesentlichen Merkmale von Bodenbelägen fest, die ein Hersteller für das Inverkehrbringen nach der EU-Bauproduktenverordnung erklärt. Sie gilt für elastische Bodenbeläge, textile Bodenbeläge, Laminatböden und, seit der Ausgabe 2018 ausdrücklich, modulare mehrschichtige Bodenbeläge. Ausgenommen sind lose liegende Matten sowie bei textilen Belägen lose liegende Sauberlaufmatten, Läufer und Teppiche. Verlegung und Pflege regelt die Norm nicht.
Welche Ausgabe für das CE-Zeichen gilt
Die aktuelle Ausgabe ist EN 14041:2018, in Deutschland DIN EN 14041:2018-05. Laut DIN Media hat die EU-Kommission diese Ausgabe aber nicht für die Listung im Amtsblatt der EU akzeptiert. Der Technische Bericht CEN/TR 17849:2022 stellt deshalb klar: Für das Inverkehrbringen ist weiterhin EN 14041:2004/AC:2006 zu verwenden, in Deutschland als DIN EN 14041:2008-05 erschienen; EN 14041:2018 kann dafür nicht verwendet werden. Leistungserklärungen nennen deshalb bis heute EN 14041:2004.
Was in der Leistungserklärung steht
Leistungserklärungen nach EN 14041 enthalten typischerweise Brandverhalten, Gehalt an Pentachlorphenol, Emission von Formaldehyd, Wasserdichtheit, Gleitwiderstand, elektrisches Verhalten und Wärmeleitfähigkeit. Merkmale ohne festgestellte Leistung stehen dort als NPD.
Abgrenzung zu den Produktnormen
Produktnormen wie EN ISO 10582 für heterogene PVC-Beläge oder EN 13329 für Laminat regeln Eigenschaften und Klassen. Die CE-Kennzeichnung stützt sich dagegen auf EN 14041.
Praxishinweis
Für Ausschreibungen mit Brandschutzanforderungen ist die Leistungserklärung das maßgebliche Dokument. Beim Gleitwiderstand nennt sie höchstens die Klasse DS nach EN 13893, keine R-Klasse.