Was DIN 18560-3 regelt
DIN 18560-3 gilt für Verbundestriche. Das sind Estriche, die ohne Trenn- oder Dämmschicht fest mit dem tragenden Untergrund verbunden sind, zum Beispiel mit einer Betondecke. Lasten gehen dadurch direkt in den Untergrund. Die Norm gehört zur Reihe DIN 18560 und wird mit dem allgemeinen Teil DIN 18560-1 und der Produktnorm DIN EN 13813 angewendet.
Abgrenzung
Schwimmende Estriche und Heizestriche regelt DIN 18560-2, Estriche auf Trennschicht DIN 18560-4 und hochbeanspruchbare Industrieestriche DIN 18560-7. Seit der Ausgabe 2006-03 ist ausdrücklich klargestellt, dass DIN 18560-3 nicht für das Verlegen starrer Beläge im Dickbettmörtel gilt.
Dicke und Festigkeit
Beim Verbundestrich hängt die Tragfähigkeit am Verbund, nicht an der Dicke. Laut VDPM-Merkblatt (10/2022) soll die Nenndicke nach der Norm nicht weniger als etwa das Dreifache des Größtkorns des Zuschlags betragen. Für Verbundestriche nennt die Übersicht von Heidelberg Materials (betontechnische-daten.de) mindestens C20/F3 mit Belag und C25/F4 ohne Belag.
Ausgabe 2006-03
DIN 18560-3:2006-03 ersetzt die Ausgabe 2004-04. Geändert wurde laut DIN Media nur der Anwendungsbereich (Ausschluss des Dickbetts).
Praxishinweis
Ob ein Verbundestrich hält, entscheidet die Vorbereitung des Untergrunds: Schichten, die den Verbund stören, müssen vorher weg. Vor der Belagsverlegung gehört die Prüfung der Oberflächenfestigkeit zur üblichen Untergrundprüfung des Bodenlegers. In Österreich regelt das die ÖNORM B 5236.