Was EN 13892-1 regelt
Jede Laborprüfung eines Estrichmörtels beginnt mit der Probe. EN 13892-1 legt fest, wie Proben von gemischtem Estrichmörtel entnommen und daraus Prüfkörper hergestellt und gelagert werden. Die weiteren Teile der Reihe EN 13892, etwa für Festigkeit, Verschleiß, Oberflächenhärte oder Haftzugfestigkeit, bauen darauf auf.
Anwendungsbereich
Die Norm gilt für Trockenmörtel, gesackt oder lose, für frisch gemischten Estrichmörtel, als Transportmörtel oder auf der Baustelle gemischt, und für vorverpackte oder mischfertige Produkte. Erfasst sind Zement-, Calciumsulfat-, Magnesia- und Kunstharzestrichmörtel. Für Gussasphaltestrich verweist sie auf EN 12697-20 und EN 12697-21.
Warum das wichtig ist
Die Festigkeitsklassen nach EN 13813 werden an Prüfkörpern nach dieser Norm ermittelt. Nur so sind Ergebnisse verschiedener Labore vergleichbar. Die genauen Lagerungsbedingungen stehen im Normtext.
Ausgabe
Gültig ist EN 13892-1:2002, in Deutschland DIN EN 13892-1:2003-02.
Praxishinweis
Laborwerte beschreiben den Mörtel unter festgelegten Bedingungen. Über den eingebauten Estrich sagen sie nur begrenzt etwas aus; dafür gibt es Prüfungen am Bauteil, in Österreich zum Beispiel die Bauteilprüfung der Biegezugfestigkeit nach ÖNORM B 3732.