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EN 13892-4 Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen – Teil 4: Bestimmung des Verschleißwiderstandes nach BCA

Ausgabe: 2003-02 DACH-Äquivalent: DIN EN 13892-4; ÖNORM EN 13892-4 Zuletzt geprüft: 09.06.2026, 16:08 Uhr Quelle: en-standard.eu
Das Wichtigste in Kürze

BCA-Prüfverfahren zur Bestimmung des Verschleißwiderstands von Estrichmörteln und Estrichmassen – anwendbar im Labor und auf der Baustelle.

Status: Aktuell gültig Ausgabe: 2003-02

Was EN 13892-4 regelt

EN 13892-4 beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung des Verschleißwiderstands von Estrichmörteln und Estrichmassen. Das Verfahren ist als BCA-Methode bekannt und misst die mittlere Verschleißtiefe unter definierten Bedingungen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Klassifizierung in AR-Klassen (Abrasion Resistance) gemäß EN 13813.

Die Norm gilt für zementäre, magnesiagebundene und kunstharzgebundene Estrichmassen sowie sinngemäß für andere Estrichmörtel. Ein besonderer Vorteil der BCA-Methode ist die Möglichkeit, die Prüfung direkt auf der Baustelle am verlegten Estrich durchzuführen.

Prüfprinzip

Die BCA-Prüfmaschine besitzt drei gehärtete Stahlräder, die kreisförmig über eine ringförmige Prüffläche der Estrichoberfläche rotieren. Nach einer definierten Anzahl von Umdrehungen wird die entstandene mittlere Verschleißtiefe an acht Messpunkten gemessen und als BCA-Verschleißwiderstandswert in µm ausgegeben. Je geringer die Verschleißtiefe, desto höher die Verschleißwiderstandsfähigkeit.

AR-Klassen nach EN 13813

Die gemessene Verschleißtiefe wird in AR-Klassen eingeteilt:

KlasseMax. Verschleißtiefe
AR 0,5≤ 0,5 mm
AR 1≤ 1,0 mm
AR 2≤ 2,0 mm
AR 4≤ 4,0 mm
AR 6≤ 6,0 mm

Probekörper und Prüfbedingungen

  • Mindestens 3 quadratische Platten (mind. 500 mm × 500 mm, mind. 50 mm dick)
  • Klimatisierung: normiertes Laborklima (23 °C / 50 % r. F.)
  • Prüfzeitpunkt: in der Regel nach 28 Tagen Erhärtung
  • Alternativ: Prüfung direkt am verlegten Estrich auf der Baustelle möglich

Praxishinweis

Die AR-Klasse ist bei direkt genutzten Estrichen (Sichtestrich, Nutzestrich ohne Belag) entscheidend für die Dauerhaftigkeit. Bei Estrichen als Untergrund unter Bodenbelägen wird der Verschleißwiderstand häufig nicht separat spezifiziert, da der Belag die Abriebbelastung aufnimmt.

Nicht zu verwechseln mit dem Böhme-Verfahren (EN 13892-3): Beide Methoden messen Verschleiß, liefern aber nicht vergleichbare Ergebnisse. Beim Böhme-Verfahren wird ein Probekörper auf einer rotierenden Schleifscheibe mit Korund beansprucht; bei der BCA-Methode rotieren drei Stahlräder kreisförmig über die Oberfläche.

Häufige Fragen zur EN 13892-4

Was regelt die EN 13892-4?

BCA-Prüfverfahren zur Bestimmung des Verschleißwiderstands von Estrichmörteln und Estrichmassen – anwendbar im Labor und auf der Baustelle.

Ist die EN 13892-4 aktuell gültig?

Ja, die EN 13892-4 ist aktuell gültig.

Gibt es ein DACH-Äquivalent zur EN 13892-4?

Das DACH-Äquivalent zur EN 13892-4 ist DIN EN 13892-4; ÖNORM EN 13892-4.

Wann wurde die EN 13892-4 zuletzt geprüft?

Zuletzt geprüft am 20.03.2026.

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Rechtlicher Hinweis: Diese Zusammenfassung dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht den Originalwortlaut der Norm. Maßgeblich für die Bauausführung ist stets das Original. Originalwortlaut erwerben →

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