Was EN 16165 regelt
EN 16165 legt Prüfverfahren zur Bestimmung der Rutschhemmung von Oberflächen fest, die von Fußgängern benutzt werden. Sie enthält das barfüßige und das beschuhte Begehen einer schiefen Ebene, die Pendelprüfung und die Prüfung mit einem Gleitmessgerät. Die europäische Norm selbst legt keine Anforderungen fest; welche Werte ein Boden erreichen muss, regeln nationale Vorgaben.
Was sie in Deutschland abgelöst hat
Laut IFA der DGUV ersetzt DIN EN 16165 die bisherigen deutschen Prüfnormen: das Begehen barfuß (früher DIN 51097) steht in Anhang A mit nationalem Anhang NB.1, das Begehen mit Schuhen (früher DIN 51130) in Anhang B mit nationalem Anhang NB.2, die Messung des Gleitreibungskoeffizienten (früher DIN 51131) in Anhang D. Die Einteilung in die Bewertungsgruppen R9 bis R13 und in die Barfußgruppen A, B und C steht im informativen nationalen Anhang. Den Verdrängungsraum regelt weiterhin DIN 51130.
Ausgaben
Die europäische Ausgabe ist EN 16165:2021. In Deutschland erschien sie zuerst als DIN EN 16165:2021-12, gültig ist die berichtigte DIN EN 16165:2023-02. In Österreich gilt ÖNORM EN 16165:2023-03-15, die Ausgaben von 2022 sind zurückgezogen. Vorgänger auf europäischer Ebene war die Vornorm CEN/TS 16165.
Praxishinweis
Für Arbeitsstätten in Deutschland verlangt die ASR A1.5 je nach Bereich eine Bewertungsgruppe R9 bis R13, für nassbelastete Barfußbereiche nennt die DGUV Information 207-006 die Gruppen A bis C. Welche Gruppe ein Belag erreicht, steht im Prüfzeugnis oder Datenblatt.