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EN 16165 Bestimmung der Rutschhemmung von Fußböden – Ermittlungsverfahren

Ausgabe: 2021 (DIN-Ausgabe 2023-02) DACH-Äquivalent: DIN EN 16165; ÖNORM EN 16165 Zuletzt geprüft: 09.06.2026, 16:15 Uhr Quelle: dinmedia.de, Austrian Standards, dguv.de, en-standard.eu
Das Wichtigste in Kürze

EN 16165 fasst alle europäischen Prüfverfahren zur Rutschhemmung von Fußböden in einer Norm zusammen – schiefe Ebene, Pendelgerät und Tribometer.

Status: Aktuell gültig Ausgabe: 2021 (DIN-Ausgabe 2023-02)

Was EN 16165 regelt

EN 16165 fasst die in Europa verbreitetsten Prüfverfahren zur Bestimmung der Rutschhemmung von begehbaren Fußböden in einem einzigen europäischen Dokument zusammen. Die Norm legt die Prüfmethodik fest – Mindestanforderungen an Rutschhemmwerte werden weiterhin in nationalen Regelwerken definiert, etwa in der DGUV Regel 108-003, der ASR A1.5/1,2 oder der ÖNORM Z 1261.

Die Norm gilt für alle Arten von Bodenbelägen und Bodenoberflächen im Innen- und Außenbereich, einschließlich Beschichtungen und Platten. Sie wurde 2021 als europäische Norm verabschiedet; die deutsche Fassung als DIN EN 16165 erschien im Februar 2023, die österreichische Umsetzung als ÖNORM EN 16165 im März 2023.

Die vier Prüfverfahren im Überblick

VerfahrenAnhangPrinzipErgebnisVorgänger
Schiefe Ebene barfuß (Wasser)APrüfperson geht barfuß auf geneigter, nassbenetzter PlatteNeigungswinkel → Gruppen A, B, CDIN 51097
Schiefe Ebene beschuht (Öl)BPrüfperson geht mit Prüfschuh auf geneigter, ölbenetzter PlatteNeigungswinkel → R-Klassen R9–R13DIN 51130
Pendelgerät (PTV)CPendelschlagprüfgerät misst den Reibungswiderstand der OberflächePendel-Testwert (PTV)EN 13036-4 / BS 7976
Tribometer (dynamisch)DMessgerät wird unter definiertem Druck über die Oberfläche gezogenDynamischer Reibungskoeffizient (DCOF)DIN 51131

Verhältnis zu nationalen Regelwerken

Die R-Klassifizierung (R9–R13) aus Anhang B und die Barfuß-Gruppen A–C aus Anhang A sind nicht gegeneinander austauschbar; auch lassen sich die Ergebnisse der vier Verfahren nicht direkt vergleichen. In Österreich definiert die ÖNORM Z 1261 die Mindest-Rutschhemmklassen für unterschiedliche Nutzungen; in Deutschland tun dies ASR A1.5/1,2 und DGUV Regel 108-003. Da die Prüfergebnisse nach EN 16165 den alten Einzelnormen als gleichwertig anerkannt werden, behalten bestehende Prüfzeugnisse nach DIN 51130, DIN 51097 und DIN 51131 ihre Gültigkeit.

Praxishinweis

Die R-Klasse auf einem Produktdatenblatt gilt für den Neuzustand unter definierten Laborbedingungen mit festgelegtem Gleitmittel. Verschleiß, Reinigungsmittelrückstände und veränderte Oberflächenstrukturen können die tatsächliche Rutschhemmung im Einbauzustand erheblich beeinflussen. Wer dies bei der Planung nicht berücksichtigt, riskiert, dass eine im Labor geprüfte Fläche nach Jahren den geforderten Mindestwert nicht mehr erreicht.

Häufige Fragen zur EN 16165

Was regelt die EN 16165?

EN 16165 fasst alle europäischen Prüfverfahren zur Rutschhemmung von Fußböden in einer Norm zusammen – schiefe Ebene, Pendelgerät und Tribometer.

Ist die EN 16165 aktuell gültig?

Ja, die EN 16165 ist aktuell gültig.

Gibt es ein DACH-Äquivalent zur EN 16165?

Das DACH-Äquivalent zur EN 16165 ist DIN EN 16165; ÖNORM EN 16165.

Wann wurde die EN 16165 zuletzt geprüft?

Zuletzt geprüft am 20.03.2026.

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Rechtlicher Hinweis: Diese Zusammenfassung dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht den Originalwortlaut der Norm. Maßgeblich für die Bauausführung ist stets das Original. Originalwortlaut erwerben →

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