Sportböden – Sportböden für Hallen und Räume mehrfunktionaler Sportnutzung und Mehrzwecknutzung – Anforderungen
Stand: 26.08.2026 · portal.reschfloor.com
EN 14904 ist die europäische Produktnorm für Sportbodenbeläge in Hallen. Sie definiert Leistungsanforderungen, Klassifizierungen und Prüfverfahren für punktelastische, flächenelastische, kombiniert-elastische und mischelastische Bodensysteme in Sporthallen, Gymnastikhallen und vergleichbaren Indoor-Sportstätten.
Außensportflächen (Outdoor), tragende Unterkonstruktionen sowie Hallenböden für Tennishallen fallen nicht in den Geltungsbereich. Für Außenflächen gilt EN 14877.
| Eigenschaft | Prüfnorm | Anforderung |
|---|---|---|
| Kraftabbau (Shock Absorption) | EN 14808 | ≥ 25 % (Mindestwert) |
| Vertikale Verformung | EN 14809 | Punktelastisch: ≤ 5,0 mm; Flächenelastisch: > 5,0 mm (Laborwerte) |
| Gleitreibung (Sliding Friction) | EN 13036-4 | PTV-Korridor 80–110 (Pendelprüfgerät) |
| Ballreflexion (Ball Bounce) | EN 12235 | ≥ 90 % (bezogen auf Hartboden-Referenz) |
| Rollwiderstand / Rolllast | EN 1569 | Keine bleibenden Schäden bei definierter Rolllast |
| Brandverhalten | EN 13501-1 | Mindestens Klasse Efl |
| Formaldehydemission | EN 717-1 | Klasse E1 (sofern Holzwerkstoffe enthalten) |
EN 14904 unterscheidet vier Elastizitätsklassen:
EN 14904 ist eine harmonisierte europäische Norm und bildet die Grundlage für die CE-Kennzeichnung von Hallensportböden gemäß EU-Bauproduktenverordnung (BauPVO, Nr. 305/2011). Ohne gültige Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung dürfen betroffene Produkte im EWR nicht in Verkehr gebracht werden. Bei öffentlichen Vergaben in Österreich wird die Norm regelmäßig in Leistungsverzeichnissen referenziert.