Was DIN 18035-6 regelt
DIN 18035-6 gilt für Kunststoffflächen auf Sportanlagen im Freien und enthält Anforderungen, die in DIN EN 14877 nicht stehen. Laut Inhaltsverzeichnis sind das Baugrund, Filterstabilität, Tragschichten ohne Bindemittel, Asphaltschicht, ergänzende Anforderungen an den eingebauten Kunststoffbelag, Markierungen und die Umweltverträglichkeit des Belags. Dazu kommen Eignungsprüfung, Qualitätsüberwachung und Kontrollprüfung sowie Nutzung, Pflege und Instandhaltung. Für die Umweltverträglichkeit sind unter anderem Elutionsprüfungen und Nachweise von Schwermetallen und Phthalaten vorgesehen.
Ausgabe
Gültig ist DIN 18035-6:2026-06 als Ersatz für 2021-08; der Entwurf von 2026-01 ist zurückgezogen. Laut Änderungsvermerk sind unter anderem der dynamische Plattendruckversuch als alternatives Prüfverfahren für die Tragfähigkeit neu, die Asphaltarten konkretisiert, die Anforderungen an die vertikale Wasserinfiltrationsrate der Schichten oberhalb des Erdplanums reduziert und die Ebenheitsanforderungen an die Asphaltschicht für Mehrzweckflächen und für Leichtathletik und Tennis getrennt.
Bezug zum Bodenbelag
In Deutschland werden Kunststoff-Laufbahnen, Tennisplätze und Mehrzweckflächen nach DIN 18035-6 zusammen mit DIN EN 14877 geplant. Weil die Ebenheit der Asphaltschicht jetzt je Nutzung getrennt geregelt ist, sollte die Ausschreibung die Nutzung eindeutig nennen. In Österreich gilt fachlich ÖNORM B 2606-3.