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EN ISO 105-X12 Textilien – Farbechtheitsprüfungen – Teil X12: Farbechtheit gegen Reiben (ISO 105-X12:2016); Deutsche Fassung EN ISO 105-X12:2016

Ausgabe: 2016-11 DACH-Äquivalent: DIN EN ISO 105-X12; ÖNORM EN ISO 105-X12 Zuletzt geprüft: 09.06.2026, 16:29 Uhr Quelle: dinmedia.de, Austrian Standards
Das Wichtigste in Kürze

Prüfverfahren zur Bestimmung der Reibechtheit (trocken und nass) von Textilien und textilen Bodenbelägen.

Status: Aktuell gültig Ausgabe: 2016-11

Was EN ISO 105-X12 regelt

EN ISO 105-X12 beschreibt das Prüfverfahren zur Bestimmung der Reibechtheit gefärbter Textilien. Dabei wird die Farbübertragung von der Prüfoberfläche auf ein standardisiertes weißes Reibgewebe ermittelt – sowohl bei trockener als auch bei nasser Reibung. Die Norm gilt für textile Flächengebilde aller Art, einschließlich textiler Bodenbeläge wie Teppichbahnen und Teppichfliesen.

Prüfprinzip und Bewertung

Versuchsaufbau

Ein normierter Reibfinger (Durchmesser 16 mm) wird unter definiertem Anpressdruck (9 N) mit einem weißen Baumwoll-Reibtuch über die Prüffläche geführt. Es werden 10 Reibzyklen auf einer Strecke von 100 mm ausgeführt – getrennt für den trockenen und den nassen Zustand.

Bewertung

Note (Graumaßstab)Bedeutung
5Keine sichtbare Farbübertragung
4Geringe Farbübertragung
3Deutliche Farbübertragung
2Erhebliche Farbübertragung
1Starke Farbübertragung

Die Bewertung erfolgt visuell mittels Graumaßstab nach EN ISO 105-A03. Zwischennoten sind zulässig. Die nasse Reibechtheit fällt in der Praxis fast immer niedriger aus als die trockene.

Prüfbedingungen

  • Normalklima: 20 °C ± 2 °C, 65 % ± 4 % relative Luftfeuchte
  • Nasses Reibtuch: Feuchtegehalt 95–100 % (Trockengewicht)
  • Mindestens je 2 Prüfungen (trocken und nass) pro Probenrichtung

Praxishinweis für textile Bodenbeläge

Bei dunklen Teppichböden und Teppichfliesen wird die Reibechtheit häufig erst nach der Verlegung zum Problem – etwa wenn helle Socken oder Möbelstoffe verfärbt werden. Wer Reklamationen vermeiden will, fordert vom Hersteller Prüfberichte nach EN ISO 105-X12 mit konkreten Noten an. Für textile Bodenbeläge gilt in der Praxis eine trockene Reibechtheit von mindestens Note 4 und eine nasse von mindestens Note 3 als Mindesterwartung. Die Prüfung misst ausschließlich die Farbmigration, nicht den mechanischen Verschleiß.

Verwandte Normen zu EN ISO 105-X12

Diese Normen werden häufig gemeinsam mit EN ISO 105-X12 referenziert.

Häufige Fragen zur EN ISO 105-X12

Was regelt die EN ISO 105-X12?

Prüfverfahren zur Bestimmung der Reibechtheit (trocken und nass) von Textilien und textilen Bodenbelägen.

Ist die EN ISO 105-X12 aktuell gültig?

Ja, die EN ISO 105-X12 ist aktuell gültig.

Gibt es ein DACH-Äquivalent zur EN ISO 105-X12?

Das DACH-Äquivalent zur EN ISO 105-X12 ist DIN EN ISO 105-X12; ÖNORM EN ISO 105-X12.

Wann wurde die EN ISO 105-X12 zuletzt geprüft?

Zuletzt geprüft am 20.03.2026.

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Rechtlicher Hinweis: Diese Zusammenfassung dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht den Originalwortlaut der Norm. Maßgeblich für die Bauausführung ist stets das Original. Originalwortlaut erwerben →

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