Was EN 688 regelt
EN 688 legt die Eigenschaften von Korklinoleum fest, das als Rollenware geliefert wird. Dazu gehören eine Klassifizierung nach Nutzungsintensität und Anforderungen an die Kennzeichnung. Die Norm weist darauf hin, dass der Begriff „Linoleum“ oft fälschlich für Beläge auf PVC- oder Kautschukbasis verwendet wird. Solche Beläge fallen nicht unter EN 688.
Einordnung
EN 688 gehört zu den europäischen Spezifikationen für Linoleum, neben EN ISO 24011 (Linoleum mit und ohne Muster), EN 686 (Linoleum mit Schaumrücken) und EN 687 (Linoleum mit Korkmentrücken). Zuständig ist das europäische Komitee CEN/TC 134.
Klassifizierung
Die Klassifizierung richtet sich nach EN ISO 10874, der Nachfolgerin der EN 685. Sie zeigt, in welchen Einsatzbereichen Korklinoleum nach dieser Spezifikation zufriedenstellende Gebrauchseigenschaften erwarten lässt.
Neu in der Ausgabe 2026
EN 688:2026 ersetzt die Fassung von 2011. Laut Änderungsvermerk von DIN Media wurden geändert:
- Klassifizierungstabelle und Anforderungen an die Klassifizierung angepasst
- Nenndicke 2,5 mm ergänzt
- Anforderungen an Dicke und Dichte angepasst
- Trittschalldämmung von einer Anforderung zu einer optionalen Eigenschaft geändert
- normative Verweisungen aktualisiert
Praxishinweis
Für die Nutzungseinstufung EN 688 zusammen mit EN ISO 10874 heranziehen. In Deutschland ist die Ausgabe 2026 als DIN EN 688:2026-07 umgesetzt, in Österreich als ÖNORM EN 688:2026-07-01. Die ÖNORM B 5236:2026-09 verweist ohne Jahreszahl auf ÖNORM EN 688, damit gilt dort jeweils die neueste Ausgabe.