Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Korklinoleum
Stand: 03.08.2026 · portal.reschfloor.com
EN 688 legt die Anforderungen an Korklinoleum fest, das in Rollenform geliefert wird. Korklinoleum ist ein Linoleum-Belag mit Korkmehlanteil im Träger oder in der Nutzschicht — ein natürlicher, diffusionsoffener Bodenbelag, der nicht mit PVC- oder Gummibelägen verwechselt werden darf. Die Norm weist ausdrücklich darauf hin, dass der Begriff „Linoleum“ häufig fälschlicherweise auf PVC- oder Elastomer-Beläge angewandt wird, die von diesem Regelwerk ausdrücklich ausgenommen sind.
Die Norm richtet sich an Hersteller und Händler von Korklinoleum-Rollen sowie an Planer und Verarbeiter im Wohn- und Objektbereich. Sie ist Teil der Normenreihe für elastische Bodenbeläge und ergänzt als Sibling-Norm die EN 686 (Linoleum, glatt und dekorativ) sowie EN 687 (Linoleum auf Korkrücken). Zuständig war das europäische Komitee CEN/TC 134.
Ein zentraler Bestandteil ist die Nutzungsklassifikation auf Basis von EN 685. Sie zeigt, in welchen Einsatzbereichen — von leicht beanspruchten Wohnräumen bis zu stark frequentierten Objektflächen — Korklinoleum nach dieser Spezifikation verlässliche Gebrauchseigenschaften aufweist. Damit erhalten Planer und Endkunden eine praxisnahe Orientierung für die Produktauswahl.
Darüber hinaus definiert die Norm Kennzeichnungsanforderungen: Jedes konforme Produkt muss mit Angaben zu Nutzungsklasse, Hersteller und weiteren produktbezogenen Merkmalen beschriftet sein. Optionale Eigenschaften sind im Anhang geregelt.
Für die Verlegung und Nutzungseinstufung im Objektbereich empfiehlt sich eine Gesamtbetrachtung gemeinsam mit EN 685 (Klassifikation), EN 686 und EN 687. Die aktuelle Ausgabe 2011-07 löst die Vorgängerfassung von 1997 ab und ist in Deutschland als DIN EN 688, in Österreich als ÖNORM EN 688 umgesetzt.