Was EN 433 regelte
EN 433 war die europäische Prüfnorm für die Bestimmung des Resteindrucks elastischer Bodenbeläge nach statischer Belastung. Die Norm wurde 1994 veröffentlicht und ist seit 2012 zurückgezogen – für aktuelle Prüfungen gilt ausschließlich die Nachfolgenorm EN ISO 24343-1.
Geltungsbereich
Die Norm galt für elastische Bodenbeläge, darunter PVC-Beläge, Linoleum, Kautschuk und Korkprodukte. Sie definierte, wie die bleibende Verformung nach Einwirkung einer definierten statischen Last zu messen ist. Der gemessene Resteindruck gibt Aufschluss darüber, wie gut ein Belag nach Druckbelastung in seine ursprüngliche Form zurückfindet.
Prüfprinzip
Ein zylindrischer Stahlstempel wird mit festgelegter Kraft für eine definierte Zeit auf den konditionierten Probekörper aufgesetzt. Nach dem Entlasten wird die Oberfläche eine bestimmte Zeit lang ruhen gelassen, bevor die verbleibende Eindrucktiefe gemessen wird. Das Ergebnis – der Resteindruck – wird in Millimetern angegeben. Grenzwerte legte nicht EN 433 selbst fest, sondern die jeweiligen Produktnormen für den einzelnen Belagstyp.
Rückzug und Nachfolgenorm
Mit Erscheinen der EN ISO 24343-1 im Jahr 2012 wurde EN 433 zurückgezogen. Die Nachfolgenorm erweitert den Anwendungsbereich auf Laminat-Bodenbeläge und basiert auf der internationalen Basis-Norm ISO 24343-1:2007. In Deutschland gilt sie als DIN EN ISO 24343-1:2012-04, in Österreich als ÖNORM EN ISO 24343-1:2012-03-15. Alle Produkt- und Ausschreibungsverweise, die zuvor auf EN 433 zeigten, sind auf EN ISO 24343-1 umzustellen.
Historische Bezugsnorm; nur noch für die Beurteilung älterer Gutachten und Ausschreibungen vor 2012 relevant.