Was EN ISO 7730 regelt
EN ISO 7730 beschreibt, wie die allgemeine thermische Behaglichkeit von Menschen in einem Raum und der Grad der Unzufriedenheit in gemäßigtem Klima bewertet werden. Kern sind die Indizes PMV, das vorausgesagte mittlere Votum, und PPD, der vorausgesagte Prozentsatz Unzufriedener. Dazu kommen Kriterien für lokales Unbehagen: Zugluft, Unterschiede der Lufttemperatur über die Höhe, Strahlungsasymmetrie sowie warme und kalte Fußböden.
Ausgabe 2025
Gültig ist EN ISO 7730:2025, in Österreich ÖNORM EN ISO 7730:2025-12-01, in Deutschland DIN EN ISO 7730:2025-12; sie ersetzt die Ausgabe 2005. Laut Vorwort wurden Abschnitte zu Langzeitbewertungen, Anpassung und Diversität herausgenommen, das Berechnungsprogramm korrigiert und Tabellen zur Vorhersage des PMV gestrichen. Ein ÖNORM-Entwurf von 2023 wurde nie gültig.
Bezug zum Bodenbelag
EN ISO 7730 hat einen eigenen Abschnitt zu warmen und kalten Fußböden und im informativen Anhang eine Tabelle zum Fußbodentemperaturbereich. Für die Ausgabe 2005 gibt die Fachliteratur 19 bis 29 °C für die beiden besseren Kategorien und 17 bis 31 °C für die dritte an, jeweils für Personen mit leichten Schuhen. Ob die Ausgabe 2025 dieselben Werte nennt, ist öffentlich nicht einsehbar. Die Auslegung von Fußbodenheizungen regelt die Reihe EN 1264.