Was EN 1264-2 regelt
EN 1264-2 legt die Randbedingungen und Prüfverfahren fest, mit denen die Wärmeleistung von Fußbodenheizungen mit Wasserdurchströmung bestimmt wird, durch Berechnung und durch Versuch. Die Wärmeleistung wird abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen Heizmittel und Raum angegeben.
Ausgabe 2021
Gültig ist EN 1264-2:2021, in Deutschland DIN EN 1264-2:2021-08 als Ersatz für die Ausgabe 2013-03, in Österreich ÖNORM EN 1264-2:2021-08-01. Laut Änderungsvermerk wurden unter anderem der Titel geändert, der Anwendungsbereich präzisiert und ein neuer Abschnitt zur Berechnung der spezifischen Wärmekapazität aufgenommen.
Bezug zum Bodenbelag
Der Wärmeleitwiderstand des Bodenbelags, kurz R λ,B, geht direkt in die Wärmeleistung ein: Je höher er ist, desto weniger Wärme gibt der Boden bei gleicher Vorlauftemperatur ab. Gemeint ist der Belag samt zugehöriger Unterlage, nicht der Estrich. Der Bundesverband Flächenheizungen nennt dafür als Obergrenze 0,15 m²K/W; mehr ist nur nach schriftlicher Vereinbarung mit dem Bauherrn möglich, sofern die zulässige Temperatur im Estrich eingehalten bleibt. Für die Auslegung empfiehlt er in Räumen ohne Fliesen einen Ansatz von 0,10 m²K/W, damit auch ein späterer Belagwechsel möglich bleibt.