Was EN 16798-1 regelt
EN 16798-1 legt Anforderungen an Parameter der Innenraumqualität fest: thermisches Raumklima, Raumluftqualität, Beleuchtung und Akustik. Sie beschreibt, wie diese Werte bei der Auslegung von Heizungs-, Kühl-, Lüftungs- und Beleuchtungsanlagen und bei Energieberechnungen angesetzt werden; Auslegungsverfahren schreibt sie nicht vor. Die Norm arbeitet mit Kategorien des Innenraumklimas und enthält Kriterien für lokale thermische Unbehaglichkeit, zu denen die Fußbodenoberflächentemperatur gehört.
Ausgabe
Gültig ist EN 16798-1:2019 als Ersatz für EN 15251:2007. In Österreich gilt ÖNORM EN 16798-1:2024-03-01, eine konsolidierte Fassung mit nationalem Vorwort, in Deutschland DIN EN 16798-1:2022-03. Laut DIN-Änderungsvermerk wurden gegenüber EN 15251 unter anderem die Anforderungen aktualisiert und Außenluftvolumenströme aufgenommen.
Bezug zum Bodenbelag
EN 16798-1 beschreibt das Raumklima im Betrieb eines Gebäudes und ist keine Verlegenorm. Für Fußbodenheizungen ist sie wichtig, weil die Fußbodenoberflächentemperatur zu ihren Behaglichkeitskriterien zählt. Das Merkblatt 001 von BVPF und VdP empfiehlt für Parkett und Holzfußböden dauerhaft höchstens 26 °C Oberflächentemperatur und verweist dafür auf die Raumtemperaturen der EN 16798-1. Feuchtewerte im informativen Anhang der Norm sind Bemessungskriterien für Be- und Entfeuchtungsanlagen, keine Vorgabe für das Verlegeklima.