Was EN 17142 regelt
EN 17142 legt Eigenschaften, Anforderungen und Prüfverfahren für modulare mehrschichtige Bodenbeläge fest, deren Deckschicht auf Holzpulver basiert. Laut BSI besteht diese Deckschicht aus mindestens 20 Massenprozent Holzpartikeln, duroplastischen Harzen, meist Melamin, Zusätzen, Pigmenten und gegebenenfalls Korund; die Mischung wird trocken in Schichten auf den Träger gestreut. Die Norm enthält ein Klassifizierungssystem nach EN ISO 10874 sowie Regeln zu Kennzeichnung und Verpackung.
Was geprüft wird
Laut Inhaltsverzeichnis werden unter anderem Maße und Ebenheit, Fugenöffnungen und Höhenversatz zwischen Elementen, die Maßänderung bei wechselnder Luftfeuchte, die Abhebefestigkeit der Oberfläche, die Abriebbeständigkeit mit Abriebklassen und die Stoßbeanspruchung geprüft. Die Grenzwerte stehen im Normtext.
Ausgabe
Gültig ist EN 17142:2018, in Deutschland DIN EN 17142:2019-04; 2024 wurde sie bei der systematischen Überprüfung bestätigt.
Bezug zum Bodenbelag
„Holzpulver“ bedeutet keine Echtholz-Nutzschicht wie bei Parkett; die Deckschicht ist ein harzgebundenes Pulvergemisch. Für die Ausschreibung zählen die Klasse nach EN ISO 10874 und die Abriebklasse laut Datenblatt. Laminat regelt EN 13329, andere Klickpaneele EN 16511.