Was ÖNORM B 3732 regelt
ÖNORM B 3732 gilt für Estriche und Schnellestriche aus Werktrockenmörtel oder baustellengemischtem Estrichmörtel. Sie regelt Planung und Ausführung von Estricharbeiten in Innenräumen ohne Frostbeanspruchung, mit oder ohne wasserführende Heiz- oder Kühlsysteme nach ÖNORM EN 1264-4. Sie ergänzt die Produktnorm ÖNORM EN 13813, unter anderem um Anforderungen an Schnellestriche mit Zement (CT) und Calciumsulfat (CA). Trockenestriche aus Fertigteilen sind nicht erfasst.
Inhalt im Überblick
Laut Inhaltsverzeichnis behandelt die Norm Materialien wie Dämmstoffe, Randstreifen, Trennlagen und Dampfbremsen, die Planung mit dem Ausheizvorgang bei Heizestrichen, Feuchtigkeit und Rohrleitungen im Estrich sowie die Ausführung schwimmender Estriche, Estriche auf Trennlage und Verbundestriche. Dazu kommen Begriffe wie Begehbarkeit, Belastbarkeit, Belegreife und Mindestdicke. Konkrete Werte stehen nur im Normtext.
Ausgabe
Aktuell ist die Ausgabe 2016-12-15. Sie ersetzt ÖNORM B 3732:2013 und ÖNORM B 2242-4:2007, deren Regeln für Estriche mit wasserführenden Heiz- oder Kühlsystemen eingearbeitet wurden. Laut Vorwort wurden außerdem der Ausheizvorgang definiert, Zusätze präzisiert und eine Flächenlast bei normaler Beanspruchung ergänzt.
Bezug zum Bodenbelag
Für Bodenleger ist ÖNORM B 3732 die technische Referenz zum Untergrund Estrich. Die Vertragsseite der Estricharbeiten regelt ÖNORM B 2232. Feuchtigkeit und Belegreife bei Bodenbelags- und Parkettarbeiten regelt heute ÖNORM B 5236 (Ausgabe 2026-09). Bei neu erstellten Heizestrichen muss laut FCIÖ-Merkblatt 8 vor den Belagsarbeiten ein Protokoll über Funktions- und Belegreifheizen gemäß ÖNORM B 3732 vorliegen.