Was EN 1264-3 regelt
EN 1264-3 behandelt die Anwendung der Ergebnisse aus EN 1264-2 und EN 1264-5 bei der Auslegung. Beim Heizen ist die Oberflächentemperatur aus physiologischen Gründen begrenzt; bei Fußbodenheizungen wird dem durch eine Auslegung nach den Kennlinien und Grenzkurven aus EN 1264-2 Rechnung getragen. Beim Kühlen begrenzt nur der Taupunkt die Leistung.
Ausgabe 2021
Gültig ist EN 1264-3:2021, in Deutschland DIN EN 1264-3:2021-08 als Ersatz für die Ausgabe 2009-11. Laut Änderungsvermerk wurden unter anderem der Anwendungsbereich präzisiert, Unterabschnitte zum Druckabfall ergänzt und die maximale mittlere Oberflächentemperatur für Deckenheizsysteme geändert.
Bezug zum Bodenbelag
Für Aufenthaltsbereiche nennt der Fachverband FEB nach DIN EN 1264 eine maximale Oberflächentemperatur von 29 °C; in der Praxis liegen die Werte meist bei 24 bis 26 °C. Belagshersteller können die zulässige Oberflächentemperatur zusätzlich begrenzen. Ihre Angaben und der Wärmeleitwiderstand des Belags sollten deshalb früh mit dem Heizungsplaner abgestimmt werden.