Was EN 12235 regelt
EN 12235 legt ein Verfahren fest, mit dem die Rücksprunghöhe eines senkrecht fallen gelassenen Balls auf einem Sportboden bestimmt wird. Gemessen wird zuerst auf Beton, dann auf dem Sportboden; Prüfberichte geben das Ergebnis als Ballreflexion in Prozent an. Für die Vorbereitung von Prüfkörpern aus Kunststoffrasen und Nadelvlies verweist die Norm auf EN 12229.
Ausgabe
Gültig ist EN 12235:2013 als Ersatz für EN 12235:2004, in Deutschland DIN EN 12235:2013-12. Laut Vorwort wurde der Text präzisiert und redaktionelle Fehler wurden korrigiert. Laut einem Normenportal ist seit 2024 eine Überarbeitung beschlossen.
Bezug zum Bodenbelag
Die Ballreflexion gehört neben Kraftabbau und vertikaler Verformung zu den Standardwerten im Prüfzeugnis eines Sporthallenbodens. Grenzwerte enthält EN 12235 nicht. Laut einem Prüfbericht von 2007 verlangt EN 14904 für Hallenböden mehr als 90 %. Ein Fachvortrag des Schweizer Bundesamts für Sport (2015) nennt flächenelastische Böden als geeignet, wenn eine hohe Ballreflexion gefordert ist, etwa beim Basketball.