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EN ISO 717-2 Akustik – Bewertung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen – Teil 2: Trittschalldämmung

Ausgabe: 2021-05 DACH-Äquivalent: ÖNORM EN ISO 717-2:2021-05; DIN EN ISO 717-2:2021-05 Zuletzt geprüft: 09.06.2026, 16:47 Uhr Quelle: dinmedia.de, Austrian Standards, Austrian Standards
Das Wichtigste in Kürze

Regelt die Berechnung der Einzahlangaben für die Trittschalldämmung von Decken und Bodenbelägen aus frequenzabhängigen Messwerten.

Status: Aktuell gültig Ausgabe: 2021-05

Was EN ISO 717-2 regelt

Aus frequenzabhängigen Trittschallmesswerten eine einzige Kennzahl zu gewinnen – das ist der Kern dieser Norm. Die Messwerte stammen aus Laborprüfungen nach EN ISO 10140-3 oder aus Baumessungen nach EN ISO 16283-2; die Auswertung nach EN ISO 717-2 ergibt dann eine Einzahlangabe, die den direkten Vergleich verschiedener Decken- und Bodenaufbauten ermöglicht.

Der Geltungsbereich umfasst Rohdecken, schwimmende Estriche, Deckenauflagen und Bodenbeläge. Die Messung selbst ist nicht Gegenstand von EN ISO 717-2 – dafür sind EN ISO 10140-3 (Labor) und EN ISO 16283-2 (Bau) zuständig.

Wesentliche Kenngrößen

KenngrößeSymbolBedeutung
Bewerteter Norm-TrittschallpegelLn,wEinzahlangabe für die Trittschallübertragung einer Rohdecke oder eines Gesamtaufbaus (Labor)
Bewerteter Standard-TrittschallpegelL’nT,wEinzahlangabe am Bau (inkl. Flankenübertragung)
Bewertete TrittschallminderungΔLwVerbesserung durch eine Deckenauflage (Bodenbelag, Dämmunterlage) gegenüber der Referenz-Rohdecke
Spektrum-AnpassungswertCIKorrekturwert für den erweiterten Frequenzbereich (100–2500 Hz), relevant bei tiefen Frequenzen

Bewertungsverfahren

Die gemessene Trittschallkurve wird mit einer genormten Bezugskurve verglichen. Diese Bezugskurve wird in 1-dB-Schritten verschoben, bis die Summe der ungünstigen Abweichungen den Maximalwert von 32 dB gerade nicht überschreitet. Der Wert der verschobenen Bezugskurve bei 500 Hz ergibt die Einzahlangabe.

Der Spektrum-Anpassungswert CI erfasst tieffrequente Anteile und wird als Zusatzangabe ausgewiesen (z. B. Ln,w (CI) = 52 (−1) dB).

EN ISO 717-2 in Planung und Ausschreibung

Die Kennwerte aus der Ausgabe 2021 sind die Bezugsgrößen für die Anforderungen der ÖNORM B 8115-2 (Schallschutz im Hochbau). Wer in der Ausschreibung ΔLw-Werte für Bodenbeläge angibt, muss sicherstellen, dass diese aus Prüfungen gemäß EN ISO 10140-3 abgeleitet wurden.

Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Rechtsberatung.

Praxishinweis

Ein häufiger Fehler: ΔLw-Werte verschiedener Bodenbeläge werden verglichen, obwohl sie auf unterschiedlichen Referenzdecken gemessen wurden. Das ΔLw ist immer an die Prüfbedingungen gebunden – die Referenz ist eine 140 mm dicke Betondecke nach EN ISO 10140-3. Gerade bei weichen Bodenbelägen (Teppich, Kautschuk, LVT mit Dämmunterlage) weicht das reale Gehörempfinden vom Ln,w ab, weshalb die Angabe des CI-Wertes in der Ausschreibung zunehmend relevant wird.

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Häufige Fragen zur EN ISO 717-2

Was regelt die EN ISO 717-2?

Regelt die Berechnung der Einzahlangaben für die Trittschalldämmung von Decken und Bodenbelägen aus frequenzabhängigen Messwerten.

Ist die EN ISO 717-2 aktuell gültig?

Ja, die EN ISO 717-2 ist aktuell gültig.

Gibt es ein DACH-Äquivalent zur EN ISO 717-2?

Das DACH-Äquivalent zur EN ISO 717-2 ist ÖNORM EN ISO 717-2:2021-05; DIN EN ISO 717-2:2021-05.

Wann wurde die EN ISO 717-2 zuletzt geprüft?

Zuletzt geprüft am 24.01.2025.

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Rechtlicher Hinweis: Diese Zusammenfassung dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht den Originalwortlaut der Norm. Maßgeblich für die Bauausführung ist stets das Original. Originalwortlaut erwerben →

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