Was ÖNORM D 2210 regelt
ÖNORM D 2210 ist die österreichische Werkvertragsnorm für Reinigungsleistungen an Oberflächenmaterialien. Sie gilt für die professionelle Reinigung von Boden-, Wand- und Deckenoberflächen sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich und löst damit die ältere ÖNORM D 2202 (Reinigung elastischer Bodenbeläge) als umfassenderes Regelwerk ab.
Geltungsbereich
Die Norm erfasst alle gängigen Oberflächenmaterialien, die bei Gebäuden auftreten: textile und elastische Bodenbeläge, Hartböden aus Stein, Keramik, Holz oder Kunststoff, sowie Wand- und Deckenflächen aus verschiedensten Werkstoffen. Damit deckt sie das gesamte Spektrum professioneller Unterhalts- und Grundreinigung ab.
Verfahrens- und Vertragsbedingungen
Kern der Norm sind die werkvertraglichen Anforderungen: Sie legt fest, welche Leistungsinhalte bei der Ausschreibung und Vergabe von Reinigungsaufträgen zu beschreiben sind, wie Reinigungsleistungen zu dokumentieren und abzurechnen sind, und welche Qualitätsanforderungen an die Ausführung gestellt werden. Damit bietet die Norm eine verlässliche Grundlage für Verträge zwischen Auftraggebern und Reinigungsunternehmen.
Praktischer Bezug für Bodenleger und Facility Management
Für Handwerksbetriebe, die Bodenbeläge verlegen, und für Betreiber von Gebäuden ist ÖNORM D 2210 relevant, wenn Reinigungsanforderungen bereits bei der Belagswahl und Übergabe festgehalten werden sollen. Hersteller von Bodenbelägen verweisen in ihren Pflegeanleitungen häufig auf die allgemeinen Bestimmungen dieser Norm. Die aktuelle Fassung wurde am 15. Oktober 2018 veröffentlicht und ist seither unverändert gültig.