Was EN 14342 regelt
EN 14342 legt die maßgeblichen Eigenschaften und Anforderungen für Holzfußböden und Parkett im Innenbereich fest, einschließlich abgeschlossener öffentlicher Verkehrsflächen, und die Prüfverfahren dazu. Sie ist die Grundlage für Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung und steht als Dachnorm über den Produktnormen für die einzelnen Parkettarten, etwa EN 13226 für Massivholzparkett oder EN 13489 für Mehrschichtparkett. Nicht erfasst sind Bambus, Laminat und Böden aus Pflanzen wie Kork.
Was deklariert wird
Laut Inhaltsverzeichnis gehören dazu Maße, Brandverhalten, Abgabe gefährlicher Stoffe wie Formaldehyd, Bruchfestigkeit, Gleitwiderstand, wärmetechnische Eigenschaften und biologische Dauerhaftigkeit. Die Fundstelle im EU-Amtsblatt nimmt den Teil zu anderen gefährlichen Stoffen aus. Laut Holzforschung Austria ist die CE-Kennzeichnung von Holzfußböden und Parkett seit 01.03.2010 verpflichtend.
Brandverhalten
Ohne eigene Prüfung lassen sich Holzfußböden nach einer Tabelle der Norm einstufen, die auf einem Beschluss der EU-Kommission von 2006 beruht. Die Klasse hängt von Rohdichte, Dicke, Oberflächenbeschichtung und Einbausituation ab. Laut Holzforschung Austria erreicht etwa Mehrschichtparkett mit Eiche-Nutzschicht ab 5 mm, Oberflächenbeschichtung, mittlerer Rohdichte ab 650 kg/m³ und Gesamtdicke ab 10 mm, verklebt auf einen Untergrund mindestens der Klasse A2-s1,d0, die Klasse Cfl-s1. Außerhalb der Tabelle braucht es einen Klassifizierungsbericht des Herstellers.
Ausgabe
Gültig ist EN 14342:2013 als Ersatz für EN 14342:2005+A1:2008, in Deutschland DIN EN 14342:2013-09, in Österreich ÖNORM EN 14342:2013-09-15. ÖNORM B 5236:2026-09 verweist auf EN 14342.