Was DIN 18041 regelt
DIN 18041 enthält raumakustische Anforderungen, Empfehlungen und Planungshinweise, damit Sprache in Räumen gut verständlich ist. Räume der Gruppe A, etwa für Unterricht und Vortrag, müssen eine Soll-Nachhallzeit einhalten, die vom Raumvolumen abhängt. Für Räume der Gruppe B, in denen über kurze Entfernungen gesprochen wird, gibt die Norm Empfehlungen zum Verhältnis von Absorptionsfläche zu Raumvolumen. Sie gilt für Räume bis etwa 5 000 m³, für Sport- und Schwimmhallen bis 30 000 m³. Die Bedarfe von Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen sind von Planungsbeginn an zu berücksichtigen.
Werte aus der Fachliteratur
Ein Rechenbeispiel eines Ingenieurbüros ergibt für ein Klassenzimmer mit 210 m³ eine Soll-Nachhallzeit von 0,57 s, bei inklusiver Nutzung 0,46 s.
Ausgabe
Gültig ist DIN 18041:2016-03 als Ersatz für 2004-05, die noch „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“ hieß. Laut Änderungsvermerk wurden die Anforderungen der Gruppe A ergänzt und angepasst, die Empfehlungen der Gruppe B neu gefasst und ein normativer Anhang zum Nachweis ergänzt. In der MVV TB 2025/1 ist die Norm nicht aufgeführt.
Bezug zum Bodenbelag
Der Boden ist eine der Raumflächen und geht in die Berechnung ein; der Raumakustikrechner der Unfallversicherung für Unterrichtsräume fragt unter anderem den Bodenbelag ab. Für die Berechnung braucht der Akustiker frequenzabhängige Absorptionsgrade nach EN ISO 354, nicht nur den Einzahlwert nach EN ISO 11654. DIN 18040-1 verweist für die Raumakustik auf DIN 18041. In Österreich wird ÖNORM B 8115-3 herangezogen.