Was EN ISO 26987 regelt
EN ISO 26987 legt ein einheitliches Prüfverfahren fest, mit dem die Reaktion elastischer Bodenbeläge auf chemische Substanzen und Fleckstoffe beurteilt wird. Die Norm gilt für alle gängigen elastischen Belagstypen – PVC, Linoleum, Kautschuk und Polyolefin – und löste 2012 die ältere EN 423 aus dem Jahr 2002 ab.
Prüfprinzip und Bewertung
Beim Prüfverfahren werden definierte Substanzen für eine festgelegte Einwirkzeit auf die Belagsoberfläche aufgebracht. Nach Ablauf der Einwirkzeit und anschließender Reinigung erfolgt eine visuelle Bewertung auf einer Skala von 1 (keine sichtbare Veränderung) bis 5 (deutliche Veränderung). Geprüft werden typische Haushalts- und Reinigungsmittel, Lebensmittel sowie industriell relevante Chemikalien.
Geltungsbereich und Anwendung
Die Prüfergebnisse nach EN ISO 26987 fließen in Produktdeklarationen und technische Datenblätter ein. Für Planer und Auftraggeber sind sie besonders relevant bei der Auswahl von Belägen für chemisch belastete Bereiche wie Küchen, Labore, Gesundheitseinrichtungen oder Industrieböden. Fehlen entsprechende Angaben im Datenblatt, lässt sich eine Eignung für solche Umgebungen fachlich nicht belegen.
Die DIN-Fassung (DIN EN ISO 26987:2012-04) umfasst zehn Seiten und ist beim DIN-Normenausschuss Bau klassifiziert unter ICS 97.150. Die ÖNORM-Umsetzung (ÖNORM EN ISO 26987) ist inhaltlich identisch.