Was EN 13454-1 regelt
EN 13454-1 gilt für Calciumsulfat-Binder und Calciumsulfat-Compositbinder, aus denen Estriche für den Innenbereich hergestellt werden, und enthält Anforderungen an Calciumsulfat-Werkmörtel für Estriche nach EN 13813. Sie unterscheidet drei Produktarten: Binder (CAB), Compositbinder (CAC) und Werkmörtel (CA). Die Ausführung von Estrichen regelt sie nicht; die Prüfverfahren stehen in Teil 2, EN 13454-2.
Anforderungen
Laut Inhaltsverzeichnis gehören zu den Anforderungen an Binder unter anderem Calciumsulfatgehalt, pH-Wert, Erstarrungszeit, Festigkeit sowie Schwinden und Quellen, zu den Anforderungen an Werkmörtel unter anderem Konsistenz, Verarbeitungszeit, Druck- und Biegezugfestigkeit. Dazu kommen Konformitätsbewertung, Bezeichnung und Kennzeichnung. Die Zahlenwerte stehen im Normtext.
Ausgabe
Gültig ist EN 13454-1:2004, in Deutschland DIN EN 13454-1:2005-01 als Ersatz für DIN 4208:1997-04, in Österreich ÖNORM EN 13454-1:2005-01-01. Ein Entwurf für eine Neuausgabe von 2017 ist laut DIN Media zurückgezogen. Laut DIN Media verzögerte sich die Neuausgabe 2019 wegen einer negativen Bewertung im EU-Prüfverfahren für harmonisierte Normen.
Bezug zum Bodenbelag
Für Planer und Bodenleger ist EN 13454-1 vor allem als Grundlage von Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung des Binders oder Werkmörtels wichtig. Die Estrichbezeichnung wie CA-C25-F4 folgt EN 13813. Grenzwerte für die Belegreife stehen nicht in dieser Norm; in Österreich regelt die Belegreife ÖNORM B 5236.