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ISO 22196 Messung der antibakteriellen Aktivität auf Kunststoffen und anderen nicht-porösen Oberflächen

Ausgabe: 2011-08 DACH-Äquivalent: DIN EN ISO 22196 Zuletzt geprüft: 09.06.2026, 16:47 Uhr Quelle: iso.org, dinmedia.de
Das Wichtigste in Kürze

Laborprüfverfahren zur quantitativen Messung der Keimreduktion auf nicht-porösen Oberflächen wie PVC, Kautschuk oder Linoleum.

Status: Aktuell gültig Ausgabe: 2011-08

Was ISO 22196 regelt

ISO 22196 beschreibt ein standardisiertes Laborverfahren zur quantitativen Bestimmung der antibakteriellen Aktivität auf Kunststoffen und anderen nicht-porösen Oberflächen. Das Verfahren legt dabei fest, wie Testbakterien auf die Oberfläche aufgebracht, inkubiert und anschließend ausgezählt werden, um die Keimreduktion gegenüber einer unbehandelten Referenzprobe zu ermitteln.

Der Geltungsbereich von ISO 22196 umfasst ausschließlich nicht-poröse Materialien – also z. B. PVC-Beläge, Kautschuk, Linoleum oder beschichtete Oberflächen. Textile Beläge wie Teppichbahnen oder Teppichfliesen sind ausgeschlossen; für poröse und textile Materialien existieren eigene Prüfverfahren.

Prüfprinzip und Ergebnisgröße

Versuchsaufbau

Eine definierte Bakteriensuspension – üblicherweise Staphylococcus aureus und Escherichia coli – wird auf die Probenoberfläche aufgebracht und mit einer Folie abgedeckt. Nach 24-stündiger Inkubation bei 35 °C wird die Anzahl überlebender Bakterien bestimmt und mit einer unbehandelten Kontrollprobe verglichen.

Antibakterielle Aktivität R

Das Ergebnis wird als logarithmische Keimreduktion R angegeben:

  • R ≥ 2,0 entspricht einer Reduktion um mindestens 99 % und gilt als Mindestwert, um eine antibakterielle Wirkung auszuloben.
  • Werte darunter werden üblicherweise nicht als wirksam antibakteriell eingestuft.

Prüfbedingungen

ParameterVorgabe
Inkubationstemperatur35 °C ± 1 °C
Inkubationsdauer24 h
PrüforganismenS. aureus (ATCC 6538P), E. coli (ATCC 8739)
Probenanzahl je Variantemindestens 3 behandelte + 3 unbehandelte
Probengröße50 mm × 50 mm

Bodenbezug und Praxishinweis

Für nicht-poröse Bodenbeläge – insbesondere PVC-Homogenbeläge und -Heterogenbeläge im Gesundheitswesen, in der Lebensmittelverarbeitung oder in Labors – ist ISO 22196 direkt anwendbar. Hersteller können damit nachweisen, dass zugesetzte antibakterielle Wirkstoffe (z. B. Silberionen) im Labortest wirksam Keime reduzieren.

Die Methode bildet jedoch keine realen Nutzungsbedingungen ab: Mechanische Beanspruchung, Reinigungsmitteleinfluss und Alterung des Belags werden nicht berücksichtigt. Ein R-Wert ≥ 2,0 im Labortest sagt daher nichts über die dauerhafte Wirksamkeit nach Jahren des Betriebs aus. Bei Ausschreibungen für hygienisch sensible Bereiche empfiehlt es sich daher, neben dem Labornachweis auch Beständigkeitsdaten nach Reinigung und Abnutzung anzufordern.

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Häufige Fragen zur ISO 22196

Was regelt die ISO 22196?

Laborprüfverfahren zur quantitativen Messung der Keimreduktion auf nicht-porösen Oberflächen wie PVC, Kautschuk oder Linoleum.

Ist die ISO 22196 aktuell gültig?

Ja, die ISO 22196 ist aktuell gültig.

Gibt es ein DACH-Äquivalent zur ISO 22196?

Das DACH-Äquivalent zur ISO 22196 ist DIN EN ISO 22196.

Wann wurde die ISO 22196 zuletzt geprüft?

Zuletzt geprüft am 17.03.2026.

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Rechtlicher Hinweis: Diese Zusammenfassung dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht den Originalwortlaut der Norm. Maßgeblich für die Bauausführung ist stets das Original. Originalwortlaut erwerben →

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