Was EN ISO 10456 regelt
EN ISO 10456 legt Verfahren fest, mit denen die wärmeschutztechnischen Nenn- und Bemessungswerte wärmetechnisch homogener Baustoffe und Bauprodukte bestimmt werden. Sie beschreibt, wie Werte, die unter einem Satz von Bedingungen ermittelt wurden, auf andere Bedingungen umgerechnet werden. Die Verfahren gelten für Bemessungsumgebungstemperaturen von −30 °C bis +60 °C. Dazu kommen Umrechnungskoeffizienten für Temperatur und Feuchte und tabellierte Bemessungswerte für gängige Baustoffe.
Ausgabe
Gültig ist EN ISO 10456:2007 mit der Berichtigung AC:2009. In Deutschland gilt die berichtigte Fassung DIN EN ISO 10456:2010-05 der Ausgabe 2008-04; in Österreich ÖNORM EN ISO 10456:2010-02-15. Laut Änderungsvermerk stammen die Tabellenwerte aus der zurückgezogenen EN 12524. Auf ISO-Ebene wird die Norm überarbeitet; für den Arbeitsentwurf ISO/WD 10456 endete die Kommentierung im Juni 2026.
Bezug zum Bodenbelag
Aus Dicke und Wärmeleitfähigkeit ergibt sich der Wärmedurchlasswiderstand einer Schicht. Auf Fußbodenheizung darf der Wärmedurchlasswiderstand von Belag und Unterlage nach DIN EN 1264 laut Fachverband FEB 0,15 m²K/W nicht überschreiten. Für elastische Beläge verweist der FEB dabei auf die Produktnorm EN 14041 und auf EN ISO 10456 statt der zurückgezogenen EN 12524. Endgültige Werte liefert der Belagshersteller.