DACH-Äquivalent:
Zuletzt geprüft: 20.03.2026
Abdichtung Untergrund Verlegung

Was DIN 18535 regelt

DIN 18535 legt die Anforderungen an Abdichtungen auf der wasserbeaufschlagten Innenseite von Behältern und Becken fest. Typische Anwendungsfälle sind Schwimmbecken, Trinkwasserspeicher, Löschwasserbehälter und ähnliche Bauwerke aus Stahlbeton oder Mauerwerk, bei denen das Füllwasser von innen gegen die Konstruktion drückt.

Aufbau der Normenreihe

DIN 18535 ist in drei Teile gegliedert, die gemeinsam den Stand der Technik abbilden:

Geltungsbereich

DIN 18535 gilt ausschließlich für die Abdichtung von der Wasserseite her (Innenseite). Nicht erfasst sind Fliesen- und Plattenbeläge sowie Außenabdichtungen des Behälterbauwerks. Die Norm richtet sich an Planer, ausführende Betriebe und Auftraggeber, die Behälter und Becken fachgerecht gegen Füllwasser abdichten lassen.

Wichtige Anforderungen und Praxis

Zentral für die Anwendung von DIN 18535 ist die Untergrundvorbereitung: Betonuntergründe müssen tragfähig, rissfrei und frei von Verunreinigungen sein, bevor eine Abdichtung aufgebracht wird. Die Norm unterscheidet zwischen statischen und dynamischen Rissen und gibt Hinweise, welche Abdichtungssysteme für jeweilige Rissbewegungen geeignet sind.

Für die Praxis im Schwimmbad- und Behälterbau bedeutet DIN 18535, dass Planung und Ausführung aufeinander abgestimmt sein müssen: Anschlüsse, Durchdringungen und Fugen sind besonders kritische Stellen, die in der Norm gesondert behandelt werden. Das Amendment A1 zu Teil 2 präzisiert Anforderungen an bahnenförmige Abdichtungen im Anschlussbereich.

DIN 18535 gehört zur neueren Generation der deutschen Abdichtungsnormen, die 2017 gemeinsam mit DIN 18531 (Dachflächen), DIN 18532 (Verkehrsflächen), DIN 18533 (erdberührte Bauteile) und DIN 18534 (Innenräume) herausgegeben wurden. Alle fünf Normen ersetzen die frühere DIN 18195-Reihe.

Gilt oft in Verbindung mit: