Was EN ISO 24337 regelt
Die Norm definiert Prüfverfahren zur Bestimmung der geometrischen Eigenschaften von Laminatbodenelementen im unverlegten, freistehenden Zustand. Erfasst werden maßliche Abweichungen in Bezug auf Dicke, Länge, Breite, Rechtwinkligkeit, Geradheit, Längs- und Querebenheit sowie Fugenbreite und Höhenversatz zwischen zusammengefügten Elementen. Die Methoden sind auch auf andere mechanisch verriegelte Paneele (z. B. modulare Mehrschichtböden) anwendbar.
Wesentliche Prüfmerkmale
Maßliche Eigenschaften
- Dicke: Messung an mehreren Punkten je Element, auch bei Elementen mit aufgeklebter Trittschalldämmung
- Länge und Breite: Messung entlang definierter Linien parallel zur Elementachse
- Rechtwinkligkeit: Abweichung der Eckenwinkel von 90°
- Geradheit: Abweichung der Elementkanten von der geraden Linie
- Ebenheit (Längs- und Querrichtung): Messung konvexer oder konkaver Abweichungen
Eigenschaften im verlegten Zustand
- Fugenbreite (Öffnung): Spalt zwischen zusammengefügten Elementen
- Höhenversatz: Niveauunterschied zwischen benachbarten Elementen an der Oberfläche
Klimatisierungsbedingungen
- Für Typprüfungen: (23 ± 3) °C und (50 ± 5) % relative Luftfeuchte bis zur Massekonstanz
- Messung innerhalb von 30 Minuten nach Entnahme aus dem Klimaraum
Praxishinweis
Die geometrischen Eigenschaften nach EN ISO 24337 sind ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätsprüfung gemäß EN 13329 und ISO 14486. Für Bodenleger sind insbesondere die Höhenversatz- und Fugenbreitenwerte relevant, da diese direkt die optische und funktionale Qualität der verlegten Fläche bestimmen. Die Norm gilt ausschließlich für den Zustand vor der Verlegung (freistehend, nicht eingebaut); Verformungen durch Feuchtigkeitseinfluss nach der Verlegung werden durch andere Normen (z. B. ISO 24339) erfasst.
Achtung: Die Stoßfestigkeit von Laminatböden ist nicht Gegenstand dieser Norm – dafür gilt ISO 24335.