Was EN ISO 23997 regelt
EN ISO 23997 legt fest, wie die flächenbezogene Masse elastischer Bodenbeläge messtechnisch zu bestimmen ist. Der ermittelte Wert wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben und ist ein zentrales Produktmerkmal für Hersteller, Prüflabore und den Handel. Die Norm löste EN 430 ab und harmonisiert das Verfahren auf internationaler Ebene.
Geltungsbereich
Der Anwendungsbereich umfasst alle gängigen Typen elastischer Bodenbeläge: PVC-Bahnen und -Fliesen (homogen und heterogen), Linoleum, Kautschuk sowie verwandte Produktgruppen. Textil- und Laminatböden fallen nicht in den Geltungsbereich.
Prüfprinzip
Das Verfahren basiert auf einem einfachen gravimetrischen Ansatz: Aus dem zu prüfenden Material werden Probekörper mit exakt definierten Abmessungen entnommen. Diese werden vor der Messung bei Normklima (23 °C ± 2 °C, 50 % relative Luftfeuchtigkeit ± 5 %) konditioniert. Anschließend erfolgt die Wägung auf einer Waage mit ausreichender Auflösung. Aus dem Gewicht und der bekannten Probefläche ergibt sich die Flächenmasse direkt.
Mindestanzahl der Probekörper und Entnahmestellen sind vorgegeben, um statistisch belastbare Ergebnisse zu sichern und Schwankungen im Material zu erfassen.
Praktische Bedeutung
Die Flächenmasse ist in den produktspezifischen Normen für PVC-Beläge, Linoleum und Kautschukbahnen als Anforderungswert referenziert. Eine Prüfung nach dieser Norm kommt daher bei Wareneingangskontrolle, Qualitätssicherung im laufenden Betrieb und bei Reklamationen zum Einsatz, wenn die deklarierte Flächenmasse eines Belags überprüft werden muss.