Was EN 14891 regelt
EN 14891 gilt für flüssig zu verarbeitende wasserundurchlässige Produkte auf Basis von polymermodifiziertem Zementmörtel, Dispersionen oder Reaktionsharzen, die unter keramischen Fliesen und Platten an Wänden und Böden im Außenbereich und in Schwimmbecken verwendet werden. Sie legt Begriffe, Prüfverfahren und Leistungsanforderungen für das Produkt zusammen mit Fliesenkleber fest, dazu Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit, Klassifizierung und Bezeichnung. Empfehlungen zur Ausführung enthält sie nicht.
Was geprüft wird
Laut Inhaltsverzeichnis werden unter anderem die Haftzugfestigkeit nach Beanspruchungen wie Wasserkontakt, Wärmealterung, Frost-Tau-Wechsel und Chlorwasser, die Wasserundurchlässigkeit und die Rissüberbrückung geprüft. Grenzwerte und Klassen stehen nur im Normtext.
Ausgabe
Gültig ist EN 14891:2017 als Ersatz für EN 14891:2012, in Österreich ÖNORM EN 14891:2017-03-15, in Deutschland DIN EN 14891:2017-05. Seit 2012 nennt der Anwendungsbereich Außenbereich und Schwimmbecken; 2007 hieß es laut DIN Media noch Innen- und Außenbereich.
Bezug zum Bodenbelag
Verbundabdichtungen unter Fliesen sind Sache des Fliesenlegers; für Bodenleger werden sie an Anschlüssen und als Untergrund wichtig. Planung und Ausführung regeln in Österreich ÖNORM B 3407, in Deutschland für Innenräume DIN 18534. ÖNORM B 5236:2026-09 enthält neue Anforderungen an Verbundabdichtungen, führt EN 14891 aber nicht unter ihren normativen Verweisungen.