DACH-Äquivalent:
Zuletzt geprüft: 31.01.2025
Prüfung Rutschhemmung Brandschutz Verlegung

Was ÖNORM B 6000 regelt

Die österreichische Norm klassifiziert werkmäßig hergestellte Dämmstoffe, die für den Wärme- und Schallschutz im Hochbau eingesetzt werden und für die harmonisierte europäische Produktnormen (hEN) vorliegen. Sie legt fest, welche Produktarten unter welchen Bedingungen in Österreich verwendet werden dürfen, und verknüpft die europäischen Leistungsklassen mit konkreten Anforderungsniveaus für die jeweilige Anwendung.

Relevanz für den Bodenaufbau

Für den Boden- und Estrichbereich ist die Norm besonders bedeutsam: Trittschalldämmstoffe unter schwimmendem Estrich, Wärmedämmstoffe auf der Rohdecke sowie Perimeterdämmung unter Bodenplatten fallen in den Anwendungsbereich. Die Norm benennt Anforderungen an Druckfestigkeit, Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) und Brandverhalten, die im Bodenaufbau einzuhalten sind.

Produktkategorien mit Bodenbezug

Nicht erfasst werden in-situ hergestellte Dämmstoffe (z. B. Einblasdämmung) sowie Produkte für technische Gebäudeausrüstung oder Industrieanlagen.

Ausgabe 2026 und Gültigkeit

Die aktuelle Ausgabe 2026-01-01 löste die Vorgängerversion vom Juni 2023 ab. Planer und Ausführende sollten bei Ausschreibungen und Nachweisführung stets auf die jeweils gültige Ausgabe verweisen. Verwandte österreichische Normen sind ÖNORM B 6001 (Wärmedämmstoffe – Anwendung im Bauwesen) und ÖNORM B 6400 (Wärmedämmverbundsysteme).

Gilt oft in Verbindung mit: