Werkmäßig hergestellte Dämmstoffe für den Wärme- und/oder Schallschutz im Hochbau – Produktarten, Leistungsanforderungen und Verwendungsbestimmungen
Stand: 03.08.2026 · portal.reschfloor.com
Die österreichische Norm klassifiziert werkmäßig hergestellte Dämmstoffe, die für den Wärme- und Schallschutz im Hochbau eingesetzt werden und für die harmonisierte europäische Produktnormen (hEN) vorliegen. Sie legt fest, welche Produktarten unter welchen Bedingungen in Österreich verwendet werden dürfen, und verknüpft die europäischen Leistungsklassen mit konkreten Anforderungsniveaus für die jeweilige Anwendung.
Für den Boden- und Estrichbereich ist die Norm besonders bedeutsam: Trittschalldämmstoffe unter schwimmendem Estrich, Wärmedämmstoffe auf der Rohdecke sowie Perimeterdämmung unter Bodenplatten fallen in den Anwendungsbereich. Die Norm benennt Anforderungen an Druckfestigkeit, Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) und Brandverhalten, die im Bodenaufbau einzuhalten sind.
Nicht erfasst werden in-situ hergestellte Dämmstoffe (z. B. Einblasdämmung) sowie Produkte für technische Gebäudeausrüstung oder Industrieanlagen.
Die aktuelle Ausgabe 2026-01-01 löste die Vorgängerversion vom Juni 2023 ab. Planer und Ausführende sollten bei Ausschreibungen und Nachweisführung stets auf die jeweils gültige Ausgabe verweisen. Verwandte österreichische Normen sind ÖNORM B 6001 (Wärmedämmstoffe – Anwendung im Bauwesen) und ÖNORM B 6400 (Wärmedämmverbundsysteme).