Textile Bodenbeläge – Begriffe
Stand: 04.08.2026 · portal.reschfloor.com
Die Norm legt die internationale Fachterminologie für textile Bodenbeläge fest und bildet damit die sprachliche Grundlage für alle Normen, Prüfverfahren und Ausschreibungsdokumente in diesem Bereich. Sie definiert Begriffe für Konstruktionsmerkmale, Polarten, Herstellungsverfahren, Trägermaterialien und Leistungseigenschaften aller gängigen textilen Belagstypen. Der Geltungsbereich umfasst getuftete und gewebte Teppichböden, Nadelvlies und Teppichfliesen. Nicht-textile Bodenbeläge wie Laminat, elastische Beläge oder Hartböden sind nicht Gegenstand der Norm.
Die Begriffsordnung gliedert sich in mehrere Sachgebiete, die den gesamten Produktlebenszyklus vom Rohstoff bis zur Kennwertzuordnung abdecken:
Die im Juli 2024 veröffentlichte fünfte Ausgabe löst die Version von 2007 ab. Gegenüber der Vorgängerversion wurden Begriffe aktualisiert und neue Produktkategorien wie strukturierte Nadelvliese und Hybridkonstruktionen aufgenommen. Die deutsche Umsetzung als DIN ISO 2424 ist für Oktober 2025 angekündigt.
ISO 2424 schreibt weder Grenzwerte noch Mindestanforderungen vor – sie ist eine reine Begriffsnorm. Ihr praktischer Wert liegt in der einheitlichen Kommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Wer in Leistungsverzeichnissen, Produktdatenblättern und Zertifizierungsunterlagen die hier definierten Begriffe konsequent verwendet, vermeidet Missverständnisse zwischen Planer, Auftraggeber und Verleger. Besonders häufig kommt es in der Praxis zur Verwechslung von Polgewicht (nur die Polschicht) und Gesamtgewicht (Pol + Träger) sowie zur unscharfen Nutzung von Sammelbegriffen wie „Velours“, der sowohl Schnittflor als auch Schlingenflor meinen kann.