Elastische Bodenbeläge – Heterogene Poly(vinylchlorid)-Bodenbeläge – Spezifikationen
Stand: 04.08.2026 · portal.reschfloor.com
Heterogene PVC-Bodenbeläge bestehen aus mehreren Schichten, deren Zusammensetzung und Gestaltung sich voneinander unterscheiden. EN ISO 10582 legt die Anforderungen an ungeschäumte Produkte dieser Art fest – geliefert als Bahnen (Rollen), Fliesen oder Dielen (Planken) für den Einsatz in Innenräumen. Die Nutzschicht kann auch aus einem anderen Werkstoff als PVC bestehen, sofern das Produkt insgesamt als heterogener PVC-Belag aufgebaut ist.
Homogene PVC-Beläge nach EN ISO 10581 und geschäumte Varianten fallen nicht unter diese Norm. Gleiches gilt für Außenanwendungen und Beläge, die nicht als mehrschichtiges System aufgebaut sind.
Die Einstufung in Beanspruchungsklassen (21–23 Wohnbereich, 31–34 gewerblich, 41–43 industriell) erfolgt nach EN ISO 10874. Je höher die Klasse, desto dicker muss die Nutzschicht sein und desto strenger sind die Grenzwerte für Resteindruck, Dimensionsstabilität und Stuhlrollenbeständigkeit.
Zu den geprüften Eigenschaften zählen außerdem: Maßhaltigkeit (Länge, Breite, Rechtwinkligkeit, Geradheit), Biegsamkeit nach EN ISO 24344 sowie Lichtbeständigkeit der Farbe. Die Identifikation des Produktes erfolgt über den Massengehalt des Bindemittels in der Nutzschicht.
Jede Verpackungseinheit muss Hersteller, Normbezug, Nutzungsklasse, Produktabmessungen und Chargennummer ausweisen. Diese Angaben ermöglichen die lückenlose Rückverfolgbarkeit des Belags.
Für Planer und Ausschreibende ist die Nutzungsklasse das entscheidende Kriterium: Die Norm stellt sicher, dass ein als Klasse 33 (intensiver gewerblicher Gebrauch) deklarierter Belag die entsprechenden Mindestdicken und Verschleißwerte nachweislich erfüllt. Die aktuelle deutsche Fassung ist DIN EN ISO 10582:2018-12, die österreichische ÖNORM EN ISO 10582:2019-04-01.