Elastische Bodenbeläge – Polyvinylchlorid-Bodenbeläge mit einer Schaumstoffschicht – Spezifikation
Stand: 04.08.2026 · portal.reschfloor.com
EN 651 beschrieb die Anforderungen an Bodenbeläge aus Polyvinylchlorid mit einer Schaumstoffschicht – sowohl als Bahnenware als auch als Fliesen und Planken. Die Norm richtete sich an heterogene PVC-Beläge, bei denen eine aufgeschäumte PVC-Schicht als Rücken oder Zwischenschicht dient. Seit dem Erscheinen der Nachfolgenorm EN ISO 11638:2022 ist EN 651 zurückgezogen.
Die Norm galt für heterogene PVC-Beläge mit PVC-Schaumstoffschicht in Bahnen- und Fliesenform. Nicht erfasst waren PVC-Beläge ohne Schaumschicht (geregelt in EN ISO 10581 bzw. EN ISO 10582) sowie lose verlegbare Fliesen nach EN 655. Für semi-flexible PVC-Fliesen galt eine eigene Normgruppe.
Die Nutzungsklassen wurden nach EN 685 eingestuft, die zwischen Wohn-, Gewerbe- und Industriebereichen unterscheidet. Geprüft wurden unter anderem die Resteindrucktiefe (nach EN ISO 24343-1), Dimensionsstabilität (nach EN ISO 23999), Biegsamkeit sowie das Verhalten unter Stuhlrollenbelastung. Für jede Nutzungsklasse galten Mindestwerte, die der Hersteller im Rahmen der Typprüfung nachweisen musste.
Cushioned Vinyl – also aufgeschäumte PVC-Beläge mit weichem Tritt – fiel typischerweise in den Geltungsbereich von EN 651. Kompakte heterogene PVC-Bahnenware ohne Schaumrücken wurde hingegen nach EN 649 geprüft. Diese Abgrenzung bleibt auch in der Nachfolgenorm EN ISO 11638:2022 erhalten.
EN 651:2011 wurde im Jahr 2022 zurückgezogen. Die Nachfolgenorm EN ISO 11638:2022 übernimmt den Regelungsbereich vollständig und gilt ausschließlich für heterogene PVC-Beläge mit Schaumstoff. Im DACH-Raum gilt entsprechend DIN EN ISO 11638:2022-09 (Deutschland). Für aktuelle Ausschreibungen und Produktnachweise ist ausschließlich EN ISO 11638:2022 heranzuziehen.