Elastische Bodenbeläge – Bestimmung des Verhaltens bei einer nachgeahmten Verschiebung eines Möbelfußes
Stand: 03.08.2026 · portal.reschfloor.com
EN 424 definierte das Prüfverfahren, mit dem die Beständigkeit verlegter elastischer Bodenbeläge gegenüber mechanischer Beanspruchung durch eine nachgeahmte Möbelbeinbewegung beurteilt wurde. Anwendungsbereich waren PVC-Beläge, Linoleum, Kautschuk und verwandte Produkte im Objektbereich, wo Tische und Stühle regelmäßig verschoben werden.
Bei der Prüfung nach EN 424 wird ein genormtes Prüfwerkzeug, das einen abgerundeten Möbelfuß nachahmt, unter definierter Belastung über die Belagsoberfläche bewegt. Das Ausmaß sichtbarer Beschädigungen – Kratzer, Riefen oder Eindrücke – wird anschließend visuell bewertet. Entscheidend waren dabei die Masse des Prüfgewichts sowie die geometrischen Toleranzen des Prüfkörpers; diese wurden in der Ausgabe von 2002 gegenüber der Vorgängerversion von 1993 präzisiert, indem Federwagen für die Belastungsmessung als optional eingestuft und Maßtoleranzen ergänzt wurden.
EN 424 galt für alle nachgiebigen (elastischen) Bodenbeläge im Sinne der europäischen Normungsreihe; textile Beläge oder Laminatböden waren nicht eingeschlossen. Im Planungsalltag war die Norm besonders für Büro- und Verwaltungsgebäude relevant, wo häufiges Verschieben von Büromöbeln zu frühzeitigem Belagverschleiß führen kann.
EN 424 wurde im Jahr 2019 zurückgezogen und vollständig durch EN ISO 16581 ersetzt. Die Nachfolgenorm übernimmt das Messprinzip, erweitert den Geltungsbereich jedoch auf Laminatböden und stützt sich auf die internationale Basis ISO 16581:2014. In Deutschland gilt seither DIN EN ISO 16581:2019-09, in Österreich ÖNORM EN ISO 16581:2019-09-15. Für Neuplanungen und Ausschreibungen ab 2019 ist ausschließlich EN ISO 16581 heranzuziehen; ältere Prüfzeugnisse nach EN 424 behalten jedoch ihre Aussagekraft, sofern das Prüfprinzip inhaltlich übereinstimmt.
Die zurückgezogene Fassung DIN EN 424:2002-04 ist über DIN Media archivalisch bestellbar.