DACH-Äquivalent: DIN EN 15330-2; ÖNORM EN 15330-2
Zuletzt geprüft: 31.01.2025
Prüfung Untergrund Verlegung

Was EN 15330-2 regelt

EN 15330-2 legt Leistungs- und Haltbarkeitsanforderungen für Nadelfilze (needle-punched surfaces) im Außenbereich fest und definiert dazugehörige Prüfverfahren. Die aktuelle Ausgabe von 2017 ersetzt die Fassung von 2008 und fasst zwei Anwendungskategorien zusammen: Tennisflächen und multifunktionale Sportflächen.

Abgrenzung zur Normenreihe: Getuffte Kunstrasensysteme für Fußball, Hockey oder Rugby fallen unter EN 15330-1. Die vorliegende Norm betrifft ausschließlich durch Nadelungstechnik hergestellte textile Sportbeläge ohne Einfüllmaterial.

Technische Anforderungen

Für jede der beiden Nutzungskategorien legt die Norm Grenzwerte fest, die bei der Typprüfung im Labor nachgewiesen werden müssen:

EigenschaftRelevanz
Ballrücksprung und RollverhaltenWichtig für spieltaugliche Ballistik auf Tennisflächen
Kraftabbau (Stoßdämpfung)Schutz der Gelenke, Pflichtmerkmal für beide Kategorien
Vertikale VerformungEinfederung unter Last, beeinflusst Spielgefühl
RotationswiderstandDrehreibung Schuhsohle auf dem Belag
WasserdurchlässigkeitEntwässerungsleistung der Fläche
UV-Beständigkeit und FarbechtheitDauerhaftigkeit bei Außeneinsatz

Geltungsbereich und Praxis

Die Anforderungen richten sich an Beläge für den Breiten-, Schul- und Freizeitsport. Für Wettkämpfe auf professionellem Niveau können die Sportfachverbände weitergehende Spezifikationen vorschreiben. Die Typprüfung erfolgt im Labor; ergänzend sind In-situ-Messungen am verlegten Belag möglich, um die Einbauqualität zu überprüfen. Nadelfilze werden in der Regel ohne Einfüllmaterial verlegt, was sie klar von Kunstrasensystemen nach EN 15330-1 unterscheidet.

Für die DACH-Region wird die europäische Norm national übernommen als DIN EN 15330-2 (Deutschland) und ÖNORM EN 15330-2 (Österreich).

Gilt oft in Verbindung mit: