Sportböden – Sportböden für Hallen und Räume mehrfunktionaler Sportnutzung und Mehrzwecknutzung – Anforderungen
Stand: 24.08.2026 · portal.reschfloor.com
EN 14904:2006 ist die europäische Produktnorm für Sportbodenbeläge in geschlossenen Hallen. Die Norm definiert Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für fertig verlegte Sportbodensysteme in Mehrzweck-Sporthallen, Gymnastikhallen und vergleichbaren Indoor-Sportstätten. Nicht erfasst sind Outdoor-Sportflächen, Eisflächen, Schwimmbadböden und Tennishallen.
Die Ausgabe 2006 unterscheidet normative Mindestanforderungen (verbindlich) und informative Klassen (zur Orientierung). Verbindlich sind:
| Eigenschaft | Mindestanforderung | Prüfnorm |
|---|---|---|
| Kraftabbau (Shock Absorption) | ≥ 25 % | EN 14808 |
| Vertikale Verformung | ≤ 5,0 mm (Normallast) | EN 14809 |
| Gleitreibung (Pendelwert) | 80–110 | EN 13036-4 |
| Ballreflexion | ≥ 90 % relativ zu Hartbeton | EN 12235 |
| Rolllast | keine bleibenden Schäden | EN 1569 |
| Formaldehydemission | Klasse E1 | EN 717-1 |
Die Norm unterscheidet vier Elastizitätstypen:
Anhang B enthält eine informative Klassifizierung nach Kraftabbaustufen (A1–A4), die in Ausschreibungen häufig als Orientierungshilfe dient.
EN 14904:2006 ist die harmonisierte Grundlage für die CE-Kennzeichnung von Hallensportböden gemäß EU-Bauproduktenverordnung. In Österreich und Deutschland wird die Norm in öffentlichen Ausschreibungen als Mindeststandard referenziert. Sie steht unter Überarbeitung; eine Neufassung ist in Vorbereitung, bislang aber nicht verabschiedet. In Deutschland ergänzt DIN 18032-2 die Anforderungen.