Elastische Bodenbeläge – Bodenbeläge auf Basis synthetischer Thermoplaste – Spezifikation
Stand: 03.08.2026 · portal.reschfloor.com
Die Norm EN 14565 legt Anforderungen an elastische Bodenbeläge aus synthetischen Thermoplasten fest, die als Rollenware oder in Fliesen- und Plattenform geliefert werden. Typische Werkstoffe sind Polyolefin-Verbindungen und ähnliche thermoplastische Polymere – ausdrücklich nicht erfasst sind Beläge, die unter die spezifischeren Normen EN ISO 10581, EN ISO 10582, EN ISO 10595, EN ISO 26986, EN 650, EN 651 oder EN 652 fallen.
Die Spezifikation gilt für Beläge mit und ohne Rücken sowie für homogene und mehrschichtige Konstruktionen. Bahnware, Fliesen und Platten werden gleichermaßen erfasst, solange der Werkstoff ein synthetischer Thermoplasten-Typ ist, der nicht unter die oben genannten Produktnormen fällt. Damit schließt sie eine Lücke für neuartige polyolefinbasierte Belagstypen, die keiner der spezifischeren Kategorien zuzuordnen sind.
Geprüft und begrenzt werden Gesamtdicke sowie Maßtoleranzen für Länge, Breite und Einzelschichten. Weitere Kernanforderungen betreffen Geradheit und Rechtwinkligkeit der Kanten. Mechanische Kennwerte umfassen die Resteindrucktiefe (dauerhafter Widerstand gegen punktförmige Belastung durch Möbel oder Stuhlrollen), die Dimensionsstabilität nach Wärmeeinwirkung sowie die Biegsamkeit für die Verarbeitung an Hohlkehlen und Aufkantungen. Ergänzend wird die Farbbeständigkeit gegenüber Licht geprüft.
Die Einstufung in Nutzungsklassen – Wohnbereich, Gewerblich, Industrie – erfolgt nach EN ISO 10874. Je nach Klasse steigen die Mindestanforderungen an Verschleißschichtdicke und mechanische Kennwerte. Für Planer und Verarbeiter ist die Spezifikation relevant, wenn ein thermoplastischer Bodenbelag nicht durch eine der genannten Spezialnormen abgedeckt ist.