Klebstoffe — Klebstoffe für das Kleben von Parkett auf einen Untergrund — Prüfverfahren und Mindestanforderungen
Stand: 04.08.2026 · portal.reschfloor.com
EN 14293 war die europäische Norm für Klebstoffe, die beim Verkleben von Parkett auf Untergründe — typischerweise Estriche — eingesetzt werden. Sie definierte, welche Mindestanforderungen ein Parkettklebstoff erfüllen muss und mit welchen Prüfverfahren diese Anforderungen nachzuweisen sind. Damit bildete EN 14293 die Grundlage für die CE-Kennzeichnung von Parkettklebstoffen im europäischen Markt.
Die Norm erfasste die wesentlichen Klebstofftypen, die für die Parkettklebung gebräuchlich sind:
Ausdrücklich nicht erfasst waren Klebstoffe für elastische Bodenbeläge (etwa PVC, Linoleum, Kautschuk) oder textile Beläge — für diese Produktgruppen gelten andere Normierungen.
Im Mittelpunkt der Anforderungen standen mechanische Kennwerte: Die Scherfestigkeit wurde an definierten Referenzuntergründen geprüft, die Mindestgrenzwerte variierten je nach Klebstofftyp. Ergänzend wurden Verarbeitungseigenschaften (offene Zeit, Benetzungsverhalten) sowie das Verhalten nach künstlicher Alterung unter Wärme- und Feuchtebedingungen bewertet. Für feuchtebelastete Bereiche und Fußbodenheizung war außerdem die Wasserbeständigkeit der Verklebung nachzuweisen.
EN 14293 wurde mit Erscheinen der EN ISO 17178 im Jahr 2020 zurückgezogen. Die Nachfolgenorm — veröffentlicht als DIN EN ISO 17178:2020-06 in Deutschland und ÖNORM EN ISO 17178:2020-05-15 in Österreich — übernimmt denselben sachlichen Geltungsbereich und basiert auf der internationalen ISO 17178:2013, die bereits SMP-Klebstoffe (silanmodifizierte Polymere) einbezieht. Wer heute Parkettklebstoffe normkonform prüfen oder auswählen möchte, zieht ausschließlich EN ISO 17178 heran — EN 14293 hat keine Gültigkeit mehr. In Leistungsverzeichnissen und Ausschreibungen sollte der Normverweis entsprechend aktualisiert werden.