Textile Bodenbeläge – Einstufung
Stand: 03.08.2026 · portal.reschfloor.com
Die Norm definiert ein einheitliches System zur Klassifizierung textiler Bodenbeläge. Sie legt Nutzungsklassen für den Wohn- und Objektbereich, Komforteigenschaften (Luxuskennwerte) sowie Zusatzmerkmale fest. Der Geltungsbereich umfasst alle textilen Bodenbeläge – Bahnenware und Fliesen – unabhängig vom Herstellungsverfahren (gewebt, getuftet, gewirkt, geflockt, Nadelfilz usw.), ausgenommen abgepasste Teppiche und Läufer. Nicht-textile Beläge wie LVT, Linoleum oder Kautschuk fallen nicht darunter.
Die Einstufung folgt dem aus EN ISO 10874 bekannten Zweiziffer-System:
| Bereich | Klasse | Beanspruchung |
|---|---|---|
| Wohnen | 21 | mäßig |
| Wohnen | 22 | normal |
| Wohnen | 23 | stark |
| Gewerbe | 31 | mäßig |
| Gewerbe | 32 | normal |
| Gewerbe | 33 | stark |
| Gewerbe | 34 | sehr stark |
Die Einstufung in eine Nutzungsklasse basiert auf mehreren Prüfungen, deren Ergebnisse zusammengeführt werden:
EN 1307 definiert bis zu fünf Komfortstufen (LC 1 bis LC 5) für Polteppiche. Maßgeblich sind Poldichte, Polmasse und Poldicke. Diese Luxuskennwerte sind eine zusätzliche Differenzierung innerhalb einer Nutzungsklasse – ein höherer LC-Wert bedeutet mehr Komfort, aber nicht automatisch mehr Strapazierfähigkeit.
Folgende Eigenschaften können ergänzend deklariert werden, sofern geprüft:
Ein häufiger Fehler in Ausschreibungen: Die Nutzungsklasse wird angegeben, die Komfortstufe (LC) jedoch nicht. Dadurch sind Produkte unterschiedlicher Qualität innerhalb derselben Klasse nicht vergleichbar.