DACH-Äquivalent: ÖNORM EN 1264-1:2021, DIN EN 1264-1:2021
Zuletzt geprüft: 20.03.2026
Estrich Verlegung Untergrund

Was EN 1264-1 regelt

Die Norm bildet das Fundament der gesamten EN 1264-Reihe. In der Fassung von 2021 legt sie nicht nur Definitionen und Symbole fest, sondern definiert auch die Systemtypen (A, B, C, D, H, I, J) und deren wesentliche Eigenschaften für wassergeführte, flächenintegrierte Strahlungs-Heiz- und Kühlsysteme in Fußboden, Wand und Decke.

Sie schafft damit die sprachliche, typologische und mathematische Grundlage für die weiteren Teile – insbesondere für die Wärmeleistungsbestimmung (Teil 2), die Auslegung (Teil 3) und die Installation (Teil 4).

Wesentliche Inhalte

Zentrale Begriffe für Bodenleger

Warum die Norm für Bodenbelagsarbeiten relevant ist

Die festgelegten Definitionen und Systemtypen werden in EN 1264-3 direkt angewandt. Dort gilt als Richtwert ein maximaler Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Bodenbelags (inkl. Klebstoff, Trittschalldämmung, Unterlagsmatte) von Rλ,B ≤ 0,15 m²·K/W. Die korrekte Verwendung der Begriffe ist Voraussetzung, um diese Berechnung normgerecht durchzuführen.

Praxishinweis

Häufiger Fehler: Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstands wird nur der Bodenbelag selbst berücksichtigt, nicht aber Klebstoff, Grundierung oder Trittschallunterlagen. EN 1264-1 definiert diesen Wert als Summe aller Schichten oberhalb des Estrichs. Gerade bei mehrschichtigen Aufbauten – z. B. Designboden auf Trittschallunterlage auf Klebstoff – summieren sich die Einzelwiderstände schnell auf einen kritischen Gesamtwert.

Gilt oft in Verbindung mit: